Boris Becker
| Geburtstag = 22. November 1967
/'> Größe = 190
| Gewicht = 85
| ErsteProfisaison = 1999
/'> Spielhand = Rechts
| Trainer =
| Preisgeld = 25.080.956
| EinzelBilanz = 713:214
| AnzahlEinzelTitel = 49
| HoechsteEinzelPlatzierung = 1 (1986)
/'> AktuelleDoppelPlatzierung =
| WochenNr1Doppel =
| AnzahlGrandSlamTitelDoppel =
| AustralianOpenErgebnisDoppel =
| FrenchOpenErgebnisDoppel =
| WimbledonErgebnisDoppel =
| USOpenErgebnisDoppel =
| Updated =
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Boris Franz Becker (Heidelberg) ist ein ehemaliger deutscher Profi-Tennisspieler. Er gewann insgesamt 49 Turniere im Einzel (darunter 6 Grand-Slam-Turniere, davon dreimal das Turnier von Wimbledon) sowie 15 Titel im Doppel. Er lebt in der Schweiz.
Biografie
Becker tritt 1973 in den Tennisclub Blau-Weiß in Leimen ein und wird 1974 in die Trainingsgruppe von Boris Breskvar aufgenommen. Schon 1977 wird er in den Jugendkader des Badischen Tennisbundes aufgenommen und gewinnt die Süddeutsche Meisterschaft und das 1. Deutsche-Jüngsten-Tennisturnier. Er wird 1978 in die deutsche Jugend-Auswahlmannschaft des DTB und 1981 in die 1. Herren-Mannschaft aufgenommen.
1982 gewinnt er im Doppel beim Orange Bowl, einer inoffiziellen Jugend-WM in Miami. Drei Jahre später, 1985 wird er Juniorweltmeister, er hat seinen ersten Turniersieg in Queens und seinen ersten Wimbledonsieg (gegen Kevin Curren); außerdem wird er zum deutschen Sportler des Jahres gewählt.Im folgenden Jahr (1986) wird Becker wieder Juniorweltmeister, er kann seinen zweiten Wimbledonsieg (gegen Ivan Lendl) und Turniersiege in Toronto, Sydney, Tokio und Paris feiern, er wird erneut zum Sportler des Jahres gewählt. Er gewinnt 1987 im legendären Davis-Cup-Duell in Hartford gegen John McEnroe. 1988 kann er in sieben Grand-Prix-Turnieren den Sieg erringen. Außerdem gewinnt er mit der Davis-Cup-Mannschaft für Deutschland. Im folgenden Jahr (1989) gewinnt er zum dritten Mal in Wimbledon, außerdem gewinnt er die US Open in New_York, er gewinnt mit der Davis-Cup-Mannschaft für Deutschland. Er wird bereits zum dritten Mal zum Sportler des Jahres gewählt.
1990 verliert er im Finale in Wimbledon gegen Stefan Edberg, hat aber diverse Turniersiege und wird erneut zum deutschen Sportler des Jahres gewählt. Becker verliert erneut 1991 im Finale in Wimbledon gegen Michael Stich, gewinnt aber die Australian Open in Melbourne. Bei den Olympischen_Spielen in Barcelona 1992 siegt er im Doppel, er siegt außerdem bei der ATP-Weltmeisterschaft in Frankfurt. 1994 gewinnt Becker im ATP-Turnier in Mailand. 1995 gewinnt er die Weltmeisterschaften, verliert aber im Finale in Wimbledon gegen Pete Sampras. Becker gewinnt 1996 die Australian Open und siegt beim Grand-Slam-Cup in München. Ein Jahr später, 1997, wird Becker zum Teamchef der Davis-Cup-Mannschaft gewählt. Er leitet auch das Mercedes Junior Team.
1999 tritt Boris Becker vom Profisport zurück, sechs Wochen vor Stefanie Graf.
Geschäftliche Tätigkeiten
Boris Becker ist Eigentümer von drei Mercedes-Autohäusern im Osten Deutschlands, er ist Gesellschafter der Völkl Tennis GmbH und ist Mitgründer und Gesellschafter der Boris Becker & Co. in Zug / Schweiz.
Tätigkeiten in den Medien
Becker ist Tennis-Experte & Kommentator bei BBC in England. Er ist Reporter bei Premiere und DSF in Deutschland. 2004 moderierte er die Talkshow Becker 1:1, die relativ schnell abgesetzt wurde. Ab 1. Dezember 2006 tritt Becker in der Sendung Sofaduell ? Das PlayStation Sport-Quiz gegen jeweils drei Bewohner einer Wohngemeinschaft zum Sport-Quiz-Duell an. Er ist auch als Kolumnist für das ?Handelsblatt? (Deutschland>), für BLICK (Schweiz) und für ?The Times? (England) tätig und Teamkapitän bei "They think it's all over" bei BBC, England.
Sonstiges
Becker ist Mitgründer der Cleven-Becker-Stiftung. Er ist Chairman der Laureus Sports for Good Foundation. Außerdem ist er Gründungsmitglied der Laureus World Sports Awards. Boris Becker ist im Wirtschaftsbeirat des FC Bayern München tätig. Als Botschafter des Welt-Aids-Tages war er 2005 aktiv (unter dem Motto ?Gemeinsam gegen Aids?). Becker ist außerdem Board Member der Elton-John-Aids-Stiftung.
Tenniskarriere
Becker siegte am 7. Juli 1985 als erster ungesetzter, erster Deutscher und mit 17 Jahren bisher jüngster Tennisspieler beim bedeutendsten Tennisturnier der Welt in Wimbledon mit 3:1 Sätzen im Finale gegen den Südafrikaner (heute US-Amerikaner) Kevin Curren. Mit diesem Sieg war Becker auch der bis dahin jüngste Sieger bei einem Grand-Slam-Turnier überhaupt. Der Sieg wirkte wie eine Initialzündung für Beckers Karriere und für das deutsche Tennis, das innerhalb kürzester Zeit zum populärsten Zuschauersport nach dem Fußball avancierte. Becker wurde bis 1990 vier Mal zum Sportler des Jahres gekürt und erreichte eine außergewöhnliche Popularität. Beckers Trainer Günther Bosch (bis 1987) und sein Manager Ion Tiriac (bis 1993) wurden ebenfalls einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.
1986 und 1989 wiederholte Becker mit Siegen über Ivan Lendl und Stefan Edberg seinen Triumph in Wimbledon, dessen Centre Court er inzwischen als sein ?Wohnzimmer? bezeichnete. In den Jahren 1988, 1990, 1991 und 1995 unterlag er jeweils im Finale von Wimbledon, wobei die Niederlage 1991 gegen Michael Stich sicherlich die schmerzlichste war. 1988 gewann unter seiner Führung erstmals ein deutsches Team den Davis Cup. Im darauffolgenden Jahr konnte dieser Titel verteidigt werden. 1989 gewann Becker auch die US Open im Finale gegen Ivan Lendl.
1991 gewann Becker die Australian Open und übernahm erstmals die Führung in der Tennis-Weltrangliste, die er in jenem Jahr insgesamt 12 Wochen lang innehielt. Im Finale von Wimbledon unterlag er Michael Stich in drei Sätzen. Ein Jahr später gewann Becker im Doppel zusammen mit Stich die olympische Goldmedaille. 1996 siegte Becker erneut bei den Australian Open.
Privates
Am 17. Dezember 1993 heiratete Becker die Schauspielerin und Designerin Barbara_Feltus, mit der er zwei Söhne hat, Noah Gabriel (18. Januar 1994) und Elias Balthasar (5. September 1999). Die Ehe wurde am 15. Januar 2001 geschieden. Am 8. Februar 2001 zeigte das Ergebnis eines Vaterschaftstests, dass Becker auch Vater von Anna Ermakova-Becker (22. März 2000) ist. Mutter des Kindes ist das russisch-afrikanische Model Angela Ermakova. Details im Zusammenhang mit der Zeugung des Kindes (?Besenkammer-Affäre? und ?Samenraub?) kamen an die Öffentlichkeit und beschäftigten lange die Medien. Nach dieser Liaison und weiteren kurzen Partnerschaften (u. a. mit der Sängerin Sabrina Setlur) war Becker drei Jahre mit der französischen Tänzerin Caroline Rocher liiert.
Beckers Biographie ?Augenblick, verweile doch? wurde 2003 veröffentlicht. In den Medien bleibt Becker auch nach der Beendigung seiner Tenniskarriere nicht nur aufgrund seines für weite Teile der Öffentlichkeit interessanten Privatlebens, sondern auch wegen diverser medialer Tätigkeiten (u. a. moderierte er eine Talkshow im DSF) weiterhin präsent.
Spielweise
thumb|Boris_Becker_in_einem_Spiel_1994
Becker zeichnete sich vor allem durch seinen schnellen und variablen Aufschlag (Schwünge) und ein gutes Netzspiel aus. Diese offensive Spielweise machte ihn zusammen mit Stefan Edberg zum besten Serve&Volley-Spieler in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre. Eine weitere Stärke Beckers war seine hart geschlagene Vorhand.
Sein schnelles Offensivspiel brachte ihm zu Beginn seiner Karriere den Spitznamen ?Bumm-Bumm-Becker? ein. Sein druckvolles und variables Spiel konnte Becker vor allem auf schnellen Platzbelägen (insbesondere in der Halle und auf Rasen) entwickeln.
Ein Kennzeichen von Beckers Spiel war der ?Becker-Hecht?, auch ?Becker-Rolle?, ein im Hechtsprung geschlagener Volley. Boris Becker war aufgrund seines emotionalen Spiels bei den Fans weltweit beliebt. Er verfügte als Spieler über einen enormen Willen und eine große Nervenstärke. Die geballte Faust nach gewonnenen Big Points wurde als ?Becker-Faust?, sein Return (besonders der fast ohne Ausholbewegung, aber hart und platziert geschlagene Rückhandreturn) mit direktem Punktgewinn als ?Becker-Blocker? bezeichnet.
Erfolge
Becker konnte beim Masters (bis 1989) und der ATP-Weltmeisterschaft (ab 1990), dem letzten großen Turnier der Saison, acht Mal das Finale erreichen und gewann dreimal (1988, 1992, 1995). Beim Rasenturnier in Wimbledon konnte er neben drei Siegen vier weitere Male das Finale erreichen. Sein letztes Finale bei seinem erklärten Lieblingsturnier verlor er 1995 gegen Pete Sampras. Weitere Grand-Slam-Erfolge feierte er bei den US Open 1989 und den Australian Open 1991 und 1996. Ein Sieg bei den French Open blieb ihm trotz dreier Halbfinalteilnahmen ebenso verwehrt wie ein ATP-Turniersieg auf roter Asche.
49 Turniersiege (Einzel)
Bilanz bei Grand-Slam-Turnieren
Rekorde
* 1985 jüngster Wimbledon-Sieger aller Zeiten sowie seinerzeit jüngster Sieger eines Grand-Slam-Turniers überhaupt (1989 durch Deutscher Fernsehpreis ? Sonderpreis zusammen mit Steffi_Graf
Trivia
1996 wurde eine Meeresschnecke Becker zu Ehren benannt: Bufonaria borisbeckeri Parth, 1996 (Mollusca: Gastropoda: Bursidae). Boris Becker ist seit seinem Aufstieg als Tennisidol gefragter Werbestar etlicher Firmen.
Zitate
* Ende der 80er Jahre über Steffi Graf: ?Sie spielt Damen-Tennis, ich spiele Tennis?
* Mitte der 90er Jahre nach einer Niederlage ?Ich habe jetzt zwei Monate auf die Zähne gebissen, aber heute waren einfach keine mehr da!?
Quellen
Literatur
* Augenblick, verweile doch ... (Autobiographie). Bertelsmann: München 2003, ISBN 3570007804
Weblinks
*
• Biografie
• Grand Slam Sieger ab 1881
• Sportmarketingagentur Boris Becker & Co
• Vom Apfel und vom Stamm

