Borgward Isabella
{{PKW-Modell|Marke=Borgward
|Modell=Isabella
|Bild=2005-08-26 Borgward Isabella (bearbeitet).jpg
|Hersteller=Carl_F._W._Borgward_G.m.b.H.
|von=1954
|bis=1962
|Klasse=Pkw
/'>Versionen=selbsttragenden_Karosserie verließ Borgward die strenge, glatte Pontonform des Hansa 1500, der 1949 eine Wende im deutschen Automobilbau eingeleitet hatte. Auswölbungen an den Radausschnitten deuteten Kotflügel an, die sich zu einem stilisierten Türschweller fortsetzten und ? unterstützt durch eine seitliche Chromzierleiste ? den Wagen elegant erscheinen ließen.
Die Vorderräder waren an Doppelquerlenkern mit Schraubenfedern und Stabilisator aufgehängt (wie beim Rennsportwagen Borgward RS). Hinten hatte die Isabella eine Pendelachse mit Zugstreben und Schraubenfedern.
Der als robust geltende 4-Zylinder-Reihenmotor hatte eine über Stirnrad angetriebene seitliche Nockenwelle und hängende Ventile, die über Stoßstangen und Kipphebel betätigt wurden. Neu war die hydraulisch betätigte Kupplung. Das 4-Gang-Getriebe mit Lenkradschaltung war voll synchronisiert.
Der Preis lag mit 7.265,00 DM über den Konkurrenten Opel_Rekord oder Ford_12_M, aber deutlich unter dem Mercedes 180. 11 150 Isabellas stellte Borgward im ersten Produktionsjahr her.
Weiterentwicklung und Varianten der Isabella
Kombi und Cabriolet
1955 wurde der Limousine eine Kombiversion und ein Cabriolet zur Seite gestellt sowie die Isabella TS mit mehr Motorleistung (75 statt 60 PS) auf den Markt gebracht. Zum Modelljahr 1957 erfuhr die Isabella weitere Modifikationen, womit das Fahrzeug einen zufriedenstellenden Reifegrad erreichte.
Das Cabriolet konstruierte Johannes Beeskow, der schon ein Coupé auf Basis des Borgward Hansa 1500 gebaut hatte. Schwierigkeiten bei der Fertigung des Cabriolets bei Deutsch in Köln bereitete die geringe Steifigkeit der selbsttragenden Isabella-Karosserie. Entsprechend umfangreich und teuer waren die Eingriffe in die ursprüngliche Konstruktion. 9.950,00 DM kostete das Cabriolet.
Der Kombi kostete 7.565,00 DM.
Borgward Isabella Coupé
Als 1956 der Absatz der Isabella gegenüber 1955 um fast ein Drittel zurückgegangen war, entschloss sich Carl_Borgward, ein ?schönes Auto? mit verkürztem Dach zu bauen. Daraufhin entstand das Borgward Isabella Coupé, von dem zunächst vier Prototypen in die Öffentlichkeit gelangten und das Interesse der Presse weckten. Einen dieser handgefertigten Prototypen schenkte Borgward seiner Frau Elisabeth, die ihn bis in die 1980er Jahre fuhr.
Die Serienproduktion des Coupés (mit dem TS-Motor) begann im Januar 1957. Karl Deutsch in Köln wandelte auch dieses Modell in ein Cabriolet um, das aber den Schriftzug ?Coupé? am Heck behielt. Die Coupé-Cabriolets kosteten zwischen 15.600 und 17.000 DM.
Technische Daten
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! width="33%"|Fahrzeugtyp:
! width="33%"|Borgward Isabella
! width="33%"|Borgward Isabella TS
|----- bgcolor="#EEEEEE"
|Motor: || colspan="2" align="center" |4-Zylinder-Reihenmotor
|----- bgcolor="#EEEEEE"
|Hubraum: /'>| colspan="2" align="center" |1493 cm³
|----- bgcolor="#EEEEEE"
|Bohrung x Hub: || colspan="2" align="center" |74 x 84,5 mm
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|Leistung bei 1/min: || align="center"|44 kW (60 PS) bei 4700 || align="center"|55 kW (75 PS) bei 5200
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|Radstand: /'>| colspan="2" align="center" | 2600 mm
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|Maße L x B x H: || colspan="2" align="center" |4390 x 1705 x 1480 mm
|----- bgcolor="#EEEEEE"
|Adolf Brudes mit dem serienmäßigen 60-PS-Motor in der Klasse der ?Europäischen Tourenwagen bis 2 Liter Hubraum?, in der das Werksteam von Alfa Romeo mit mehreren 110 PS starken ?1900 TI? antrat. Außerdem fuhren sieben VW Käfer mit 30-PS-Motor mit. Entsprechend dem Kräfteverhältnis belegte Brudes den sechsten Platz hinter fünf Alfa Romeo und vor den VW-Käfern, die allesamt die 3070 km lange Strecke schafften. Brudes fuhr das Rennen mit einem Durchschnitt von 113 km/h. Auch in den folgenden Jahren war die Isabella mit leistungsgesteigerten Motoren bei Tourenwagenrennen zu sehen, unter anderem im Rahmenprogramm des Großen Preises von Europa am 6. August 1961 auf dem Nürburgring mit Jochen Neerpasch und Robert Franz (Pseudonym) am Lenkrad.
Ende der Produktion
1961 wurde die Borgward-Gruppe insolvent. Viele Fahrzeuge standen auf Halde, trotzdem blieb die Isabella bis 1962 in Produktion. Bis zum Produktionsende wurden insgesamt 202 862 Exemplare gefertigt. Die Produktionsanlagen wurden schließlich nach Mexiko verkauft, wo im Laufe der 1960er Jahre noch einige dieser Fahrzeuge vom Band liefen. Die Position, die die Isabella eingenommen hatte, füllte BMW ab 1961 mit dem BMW_1500 aus.
Weitere Bilder
Bild:Borgward_Isabella_Coupe_weiss.jpg|Borgward Isabella Coupe
Bild:Borgward-Isabella-innen.jpg|Borgward Isabella TS Deluxe (Innenansicht)
Bild:Borgward-isabella.jpg|Ein frühes Borgward Isabella Coupe
Bild:Borgward_Isabella_CoupeTS_1.JPG|Borgward Isabella Coupe TS
Bild:Borgward_Isabella_CoupeTS_2.JPG|Borgward Isabella Coupe TS
Bild:Borgward_Isabella_CoupeTS_3.JPG|Borgward Isabella Coupe TS
Bild:Borgward_Isabella_CoupeTS_4.JPG|Borgward Isabella Coupe TS
Bild:Borgward_Isabella_TS.JPG|Borgward Isabella TS
Bild:Borgward_Isabella_rot2.JPG|Borgward Isabella
Bild:Borgward_Isabella_rot1.JPG|Borgward Isabella
Literatur und Quellen
* Peter Kurze: ?Autos aus Bremen?, Band 3, Verlag Peter Kurze, Bremen 2001, ISBN 3980697738
* Georg Schmidt: ?Borgward?, Motorbuch Verlag, Stuttgart 1986, ISBN 3879436797
* ?Motor-Klassik?, Heft 1/2004, Vereinigte Motor-Verlage, Stuttgart

