Bootsmannpfeife
Eine Bootsmannpfeife, je nach Anwendung auch Maaten- oder Bootsmannsmaatenpfeife (nach den Unteroffiziersgraden der Deutschen_Marine) ist eine Signalpfeife, die in der Zeit der Segelschifffahrt seit dem Mittelalter als Mittel zur Weitergabe von Befehlen an die Mannschaft diente, als bessere Kommunikationsmittel wie Bordfunk noch nicht existierten. Heute spielt sie in den meisten Fällen nur noch beim Bordzeremoniell eine Rolle. So steht jedem Offizier und Würdenträger, der an und von Bord geht eine Seite zu. Weiterhin ist sie bei Zeremoniellen wie der Flaggenparade und der Front im Einsatz.Eine Ausnahme bildet hier die Gorch_Fock. Hier werden Befehle nach wie vor traditionell durch Pfiffe gegeben oder angekündigt.
Über ein Mundstück wird der Luftstrom in ein enges Rohr geblasen, aus dessen offenen Ende er mit Druck in eine teilweise offene Kugel trifft. Durch Änderung der Handhaltung beim Pfeifen kann die Tonhöhe reguliert werden, grundsätzlich wird nur zwischen den Haupttonlagen "hoch" und "tief" unterschieden. Die Instrumente werden aus Metall gefertigt. Die Pfeifen der Deutschen Marine bestehen aus vernickeltem Messing, es sind aber auch versilberte und massiv silberne Ausführungen erhältlich.
Bereits römische Ruderer in der Antike sollen durch Pfeifen befehligt worden sein. In ihrer heutigen Form wurde die Bootsmannspfeife zuerst im 13. Jahrhundert auf englischen Seglern gebraucht. 1670 avancierte eine goldene Pfeife zur Insignie der obersten britischen Admiralität.
Weblinks
• Gebrauch der Pfeife und Hörbeispiele zum Download

