Boot Camp (Software)
{{Infobox_Software|Name= Boot Camp
|Screenshot=
|Beschreibung= Boot Camp Public Beta
|Hersteller= Apple Computer
/'>AktuelleVersion= Public Beta 1.2
|AktuelleVersionFreigabeDatum= Boot-Loader
/'>Lizenz= Windows XP (Home oder Professional mit SP 2) oder Windows Vista (nur die 32 Bit Varianten) auf Apple Mac-Computern mit Intel-Prozessoren vorgesehen. Andere Microsoft-Windows-Betriebssysteme und die Apple Mac OS-Computer mit PowerPC-Prozessoren werden nicht unterstützt. Windows wird mithilfe von Boot Camp nativ auf Macs mit Intel-Prozessoren ausgeführt, da es sich bei Boot Camp nicht um eine Emulations-Software handelt. Boot Camp wurde am 5. April 2006 von Apple vorgestellt und befindet sich derzeit im Public-Beta-Stadium. Im August 2006 gab Apple die Version 1.1 frei, die weiterhin im Beta-Stadium ist. Diese Version enthält weitere Treiber zum Beispiel für integrierte iSight-Webcams, die mit den Treibern der Vorversion nicht nutzbar waren. Am 28. März 2007 erschien eine dritte Betaversion, Public Beta 1.2. Dieser unterstützte erstmals Windows Vista und hielt neue Funktionen wie ein Tool, welches die Systemuhrzeit zwischen Windows und Mac OS X synchronisiert, bereit. Boot Camp ist über die Apple-Website kostenlos herunterladbar.
Funktionsweise
Die Software kann ab Mac OS X 10.4.6 (Tiger) installiert werden. Nach dem Start des Programms lässt sich die Größe der Partition für den Windowsbereich festlegen. Windows muss zwingend auf Partition C: (Windows XP) bzw. Partition 3 (Windows Vista) installiert werden, sonst kann man nicht mehr auf Mac OS X zurückkehren. Zudem wird eine Treiber-CD aus dem Programm heraus erstellt. Diese wird später nach der Windows-Installation benötigt, um die Mac-spezifische Hardware einzubinden. Diese CD hält Treiber für XP und Vista bereit.
Windows benötigt zum Starten ein BIOS. Da die Intel-Macs jedoch auf das neuere EFI setzen, wurde durch eine Firmware-Aktualisierung der Intel-Macs diese Funktionalität bereitgestellt.
Gegebenenfalls ist also vor Installation von Boot Camp eine Firmware-Aktualisierung des Macs notwendig.
Systemanforderungen
* Apple Mac Computer mit einem Intel-Prozessor und aktueller Firmware
* Betriebssystem Mac OS X Tiger 10.4.6 oder höher
* 10 GB freier Festplatten-Speicher (5 GB für die Windows-Partition, 5 GB müssen frei bleiben)
* Ein beschreibbarer CD- oder DVD-Rohling (für die Treiber, die Windows für die Mac-Hardware benötigt)
* Für Windows XP: Eine Microsoft Windows-XP-Installations-CD mit integriertem Service-Pack 2 und gültigem Product-Key. Es ist nicht möglich, das Service-Pack 2 nachträglich zu installieren.
* Für Windows Vista: Windows-Vista-Installations-CD (32 Bit Variante) und gültiger Product-Key
Reaktionen
Die Ankündigung von Boot Camp sorgte für gemischte Gefühle bei den Mac-Usern. Analysten sahen die Ankündigung jedoch durchweg positiv, was einen Anstieg der Apple-Aktie zu Folge hatte. Viele sehen die Ankündigung des Computerherstellers zudem als strategisch wichtigen Schachzug, um mehr Kunden zu gewinnen, da diese nun das eigene Mac OS X und Windows an demselben Rechner ohne hohe Geschwindigkeitsverluste betreiben können.
Veröffentlichung
Laut Apple wird Boot Camp in Mac OS X 10.5 Leopard integriert werden. Eine Beta-Version von Boot Camp lässt sich auf der Apple-Website kostenlos herunterladen.
Alternativen
Eine andere Möglichkeit, andere Betriebssysteme auf einem Intel-Mac zu installieren ist die Benutzung von Virtualisierungssoftware. Parallels_Desktop ist momentan die einfachste Lösung. Allerdings lassen sich Spiele auf Grund der fehlenden DirectX-Unterstützung in der Regel nicht zum Laufen bringen, so dass der Grund für ein virtuelles Windows in den meisten Fällen entfällt.
Software anderer Hersteller (VMware, Microsoft Virtual PC) befindet sich noch in der Entwicklung.
Außerdem gibt es CrossOver Mac von CodeWeavers, die kommerzielle Version von Wine. Mit CrossOver soll Windows-Software auf OS X ohne Windows ausführbar sein.
Man kann andere Betriebssysteme auch ganz ohne Boot Camp installieren, was allerdings recht tiefgreifende Kenntnisse über das System erfordert. Einserseits unterstützt Linux das EFI durch den Bootloader elilo bereits nativ, andererseits lässt sich die BIOS-Emulation auch durch die EFI-Applikation rEFIt nachrüsten.
Weblinks
• Boot-Camp-Website von Apple
• Slideshow von Boot Camp auf flickr.com (englisch)
• Ein BIOS für EFI Emulator (englisch)
• Erste Schritte mit Boot Camp von Dirk Olbertz
• Homepage des rEFIt-Projekts

