Bon-Adrien-Jeannot de Moncey
Bon Adrien Jeannot de Moncey, Herzog von Conegliano (31. Juli 1754 in Moncey bei Besançon; ? 20. April 1842) war ein französischer General und Marschall von Frankreich.Leben
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Moncey, Sohn eines Parlamentsadvokaten, trat 1769 in die Armee und ward 1789 Kapitän. Nachdem er 1793 ein Kommando bei der Armee der Ostpyrenäen geführt, wurde er 1794 Brigadegeneral, bald darauf Divisionsgeneral, und nachdem er Fuenterrabia, San Sebastián und Tolosa erobert und 17. Okt. 1794 den Sieg von Villanova erfochten hatte, zwang er 1795 Spanien zum Waffenstillstand von San Sebastián und zum Frieden_von_Basel. Im September 1796 erhielt er das Kommando der 11. und 1799 vom Ersten Konsul, den er 18. Brumaire unterstützt hatte, das der 15. Militärdivision in Lyon. Im Feldzug von 1800 führte er ein Korps von 20.000 Mann über den St._Gotthardpass, kämpfte mit Auszeichnung bei Marengo und schlug die Österreicher bei Monzambano und Roveredo.
Nach dem Friede von Lunéville 1801 ward er zum Inspektor der Gendarmerie, 1804 zum Marschall und 1805 zum Herzog von Conegliano ernannt. 1808 rückte er mit einem Korps in Spanien ein, schlug die Insurgenten von Valencia im Paß von Almanza und nahm an der Eroberung von Saragossa (1809) teil. Als Gegner der Eroberungspolitik des Kaisers erhielt er von diesem in den Feldzügen von 1812 und 1813 nur die Inspektion über die Reservekadres übertragen. Im Januar 1814 ward er zum Generalmajor der Nationalgarde zu Paris ernannt und half 30. März die Stadt verteidigen. Nach der Abdankung Napoleons_I. ward er von Ludwig_XVIII.. zum Pair erhoben, verlor jedoch wegen seiner Weigerung, über Michel Ney mit abzuurteilen, 1815 diese Würde und erhielt sie erst 1819 wieder. 1820 ward er zum Kommandanten der 9. Militärdivision ernannt; 1823 befehligte er das 4. Korps in Spanien, mit dem er Katalonien eroberte. Nach seiner Rückkehr hielt er sich bis zur Julirevolution in der Pairskammer zu der gemäßigten Opposition. Ludwig_Philipp ernannte ihn 1833 zum Gouverneur des Invalidenhauses, wo er 1840 die sterblichen Überreste Napoleons in Empfang nahm. Unter den Generalen des ersten Kaiserreichs war er durch seinen edlen, gemäßigten Charakter ausgezeichnet. Er starb 20. April 1842. Sein Titel Conegliano ging auf seinen Schwiegersohn, Alphonse Auguste Duchesne, Baron Gillevoisin, Marquis von Conegliano, 2. duc de Conegliano, (1791?1878) über.
Literatur
In französischer Sprache
* Joachim Ambert: Notice historique sur le Maréchal Moncey. ? Paris : Imprimerie de Lange-Léry, 1842
* Louis-Joseph-Gabriel de Chenier: Éloge historique du maréchal Moncey. ? Paris : Dumaine, 1848
* Amable Regnault: Notice biographique sur le maréchal Moncey, duc de Conegliano. ? Paris : Imprimerie Mareschal, 1868
* Duc de Conegliano (Enkel): Le Maréchal Moncey, Duc de Conegliano (1754?1842) : Lettres et documents. ? Paris, Calmann-Lévy, 1901
* Michel Molières: Le Maréchal Moncey, duc de Conegliano : l?intraitable officier de Napoléon. ? Paris : Le Livre chez vous, 2004. ? ISBN 2914288182
Deutschsprachig
* Désiré Lacroix: Die Marschälle Napoleons I.. Übertragen von Oskar Marschall von Bieberstein. ? Leipzig : Verlag von Heinrich Schmidt & Carl Günther, 1898
* Carl Bleibtreu: Marschälle, Generale, Soldaten Napoleons I.. 2. Auflage. ? Berlin : Verlag Alfred Schall, vor 1911 (Neuausgabe: VRZ Verlag GmbH, ISBN 3931482634)

