Bolheim
Bolheim ist ein Ortsteil von Herbrechtingen im Landkreis Heidenheim, Baden-Württemberg. Der Ort hat 3152 Bewohner (Stand 31. Dezember 2006), die Gemarkungsfläche beträgt etwa 2230ha, wobei ungefähr 55% davon bewaldet sind.Geographie
Bolheim liegt im Landkreis Heidenheim, die Brenz fließt durch den Ort von Nord nach Süd. Am östlichen Rand passiert die Brenzbahn den Ort, parallel dazu läuft die Bundesstraße 19.
Angrenzende Ortschaften sind (von norden beginnend im Uhrzeigersinn) Mergelstetten, Herbrechtingen, Dettingen, Heldenfingen, Küpfendorf
Ein Teil des Wassers der Brenz bahnt sich seinen Weg unterirdisch in Richtung Osten, so umgeht ein großer Teil des Wassers die Brenzschleife durch das Eselsburger Tal.
Siedlungen
*Bolheim
*Neubolheim
*Bleiche
*Buchhof
*Ugenhof
*Anhausen: Der kleine Ortsteil von Bolheim ?herrschte? früher über weite Teile der Umgebung. Bis vor wenigen Jahrhunderten war ein Teil der Grenzen von Bolheim noch innerhalb der heutigen Siedlungsfläche.
**Kloster Anhausen
**Siedlung Anhausen
**Riedmühle
**Wangenhof
Bild:Bolheim-Landkarte-2.png/'>Gebietskarte von Bolheim
Bild:Strassenplan-Bolheim-1.png|Straßenkarte von Bolheim
Geschichte
Im Jahre 774 wurde Bolheim erstmals in einer Abschrift einer Besitzurkunde des Klosters Anhausen erwähnt, Urkunden belegen dies aber erst ab dem Jahre 1320, der heutige Name leitet sich von Bolem (Hügel) ab. In der Ortsmitte auf dem Lindenberg, einem Umlaufhügel der frühzeitlichen Marktgemeinde und wurde am 1. März mit seinem Ortsteil Anhausen ins Stadtgebiet von Herbrechtingen eingemeindet.
Bolheim war vor der Eingemeindung mit damals etwa 2896 Einwohnern die größte Gemeinde im Kreis Heidenheim, die im Zuge der letzten Gemeindereform in eine andere eingegliedert wurde. Die die heute noch selbständigen Gemeinden Hermaringen, Dischingen, Nattheim, Niederstotzingen (Stadt) waren deutlich kleiner und Sontheim an der Brenz mit etwa 2964 Einwohner nur etwas größer.
Sagen
Sieben Schwaben
In Bolheim wird ein Teil des dortigen Landschaftsschutzgebietes nach einer Begebenheit der Sieben_Schwaben offiziell als Hasenloch bezeichnet. Sieben in einer Reihe wachsende Bäume an einer ansonsten waldlosen Stelle erinnern noch heute an die angeblich dort stattgefundene Begegnung der Schwaben mit dem Hasen
Schatz von Burg Furtheim
Man sagt sich bis heute, dass ein Schatz mit einer goldenen Krone auf der Burgruine_Furtheim (auch Ruine Hurwang genannt) vergraben sei.
Mancher Schatzsucher hatte schon zu nächtlicher Stunde nach dem Schatz gegraben.
Doch keiner hat ihn je gefunden. Dennoch glauben viele Menschen an die Sage des vergrabenen Schatzes.
Sehenswürdigkeiten und Kultur
Sehenswürdigkeiten
* Burgruine Furtheim
* Burgstall Retzenberg
* Evangelische Kirche
* Kloster Anhausen
* Lindenbergschule
* Riedmühle
* Landschaftsschutzgebiet Hasenloch im Westen mit ausgedehnten Wäldern
* Naturschutzgebiet Eselsburger Tal südlich des Klosters Anhausen
Veranstaltungen
*In Bolheim findet regelmäßig ein internationales Reitturnier statt.
Wirtschaft und Infrastruktur
Einrichtungen
* Wasserwerk: Das Wasserwerk in Bolheim versorgt gemeinsam mit den Werken in Bad Überkingen, Eybach und Lonsee 46000 Einwohner auf der Ostalb (in den Landkreisen Alb-Donau, Heidenheim und Göppingen) mit Frischwasser. Die jeweilige Fördermenge beträgt jeweils 1.000.000 m³ pro Jahr, außer in Lonsee, dort sind es nur etwa 300.000 m³ im Jahr. Das Versorgungsgebiet reicht von Bad Überkingen bis Bolheim und von Böhmenkirch bis Lonsee.
Verkehr
*Alb-Eisenbahn: Es gab eine Planung, nach der zwischen Gerstetten und Bolheim eine Eisenbahntrasse gebaut werden sollte, um die Brenztalbahn mit dem Albexpress zu verbinden. Es wäre eine schnellere Verbindung nach Stuttgart möglich gewesen.
*Schifffahrtskanal: Der Schiffahrtskanal zwischen Neckar und Donau wäre neben der B19 verlaufen und hätte somit Bolheim am östlichen Ortsrand passiert. Bis zur Eröffnung der Neubaustrecke der B19 klaffte noch ein Loch zwischen der Hohen Wart und dem Zentrum von Herbrechtingen. Es wäre nötig gewesen, mit mehreren Schiffshebewerken, den Höhenunterschied zu überbrücken. Den Zuschlag erhielt jedoch der Main-Donau-Kanal.
Persönlichkeiten
Albrecht Unsöld, 20. April 1905 in Bolheim; ? 23. September 1995, deutscher Astrophysiker

