Bohdan-Ihor Antonytsch
Bohdan-Ihor Antonytsch (ukrainisch , wiss. Transliteration ; Poet und Prosaist.Offiziell verboten, erreichte der Schriftsteller in der Ukraine erst Mitte der 1960er Jahre einen breiteren Bekanntheitsgrad. Seine philosophisch-religiöse, mit Komik, folkloristischen und heidnischen Symbolen angereicherte Lyrik hatte großen Einfluss auf die zeitgenössische ukrainische Literatur. In seinem Werk lassen sich Einflüsse von Omar Chayy?m , Walt Whitman und Gabriele D'Annunzio erkennen.
Biographie
Antonytsch wurde in Nowica im Landkreis_Gorlice (Woiwodschaft Kleinpolen) in die Familie eines Geistlichen geboren. Der Name des Vaters war eigentlich Wasil Kit. Die Familie änderte ihren Namen vor der Geburt Bohdan-Ihors. Dieser wurde zunächst zu Hause von einer Privatlehrerin unterrichtet und besuchte dann in Sjanik das Gymnasium. Bereits als Kind verfasste er Gedichte. Er begann damit in der Mittelschule, schrieb allerdings auf Polnisch, weil dies die Unterrichtssprache war und er in einem polnisch geprägten Umfeld lebte.
1928 schrieb sich Antonytsch an der Lemberger_Universität ein. Der folgende Lebensabschnitt war prägend für die Entwicklung seiner schöpferischen Persönlichkeit. Denn obwohl die Universität eine polnische war, rekrutierte sich die Mehrzahl ihrer Studenten aus dem ukrainischen Bürgertum. Dies bestärkte den jungen Poeten darin, auf ukrainisch zu schreiben und die ukrainische Literatursprache zu erlernen. Die ersten so entstandenen Gedichte las der Autor im Kreis ukrainischer Kommilitonen. Er tauchte ein die literarische Welt Lembergs, der Hauptstadt Galiziens.
Stoff für seine Auseinandersetzung mit der ukrainischen Sprache fand er nicht nur in Wörterbüchern, sondern auch in den Versen der Dichter der Ukrainischen Sowjetrepublik. 1931 erschien sein erstes veröffentlichtes Gedicht in der Zeitschrift Wohni (?????). Weitere Veröffentlichungen in Periodiken und Sammelbänden folgten. Ungeachtet seiner enormen schöpferischen Produktivität und des schwierigen Prozesses der Aneignung der Literatursprache fand Antonytsch noch reichliche Zeit auf anderen Feldern publizistisch tätig zu werden. In Vorträgen warb er für die so fremde ukrainische Literatur und übersetzte sie. Er schrieb Rezensionen unter dem Pseudonym Sojl (????), hielt sich dabei aber von der Politik fern. Er veröffentlichte satirische Texte und Parodien in denen er einen beißenden Humor an den Tag legte. Außerdem versuchte er sich an epischen und dramatischen Formen.
Er hinterließ die unvollendet Novelle ?Drei Mandolinen? (??? ?????????) sowie das Fragment einer Erzählung mit dem Titel «?? ??????? ??????». Antonytsch verfasste das Libretto zu der Oper «??????» Anton Rudnickis.
Zu erwähnen ist noch seine Tätigkeit als Redakteur der Zeitschrift «??????» und gemeinsam mit Wolodymir Gawryliuk der Zeitschrift «?????». Außerdem malte er, spielte Violine und komponierte. Diese Zweige der Kunst, besonders die Malerei, beeinflussten seine Lyrik.
Antonytsch starb im Achtundzwanzigsten Lebensjahr an einer Blinddarmentzündung, die auf das Brustfell übergriff.
Werk
* Autobiographie (?????????????)
* Das grüne Evangelium (?????? ?????????). Lviv, 1938
* Buch des Löwen (????? ????). Lviv, 1936;
* ?? ??????? ?????? (unvollendet)
* Begrüßung des Lebens [?????????? ?????]. Lviv, 1931;
* Lied über die Unzerstörbarkeit der Materie (????? ??? ????????????? ???????)
* rotation (???????). Lviv, 1938.
* Drei Ringe (??? ????????). Lviv, 1934;
* Übersetzung Rainer Maria Rilkes in die ukrainische Sprache
Quellen
* ??????????? ?????? ? ???????????? ????????? ????????? ????????? ??????, 1973?2006 // ????????: ???? ????????, ????????? ????????? ??????????/'>????????? ?????????. ? ???????: ??????????? ???????????????? ?????, 2006. ? 140 ?.

