Bogislaw XIV.
(links)]]200px|thumb|right|Geld_mit_Bogislaw_XIV.
Bogislaw XIV., Herzog von Pommern (31. März 1580 in Barth; ? 10. März 1637 in Stettin) war Herzog von Pommern-Stettin, ab 1625 letzter Herzog von Pommern.
Leben
Bogislaw XIV. wurde als Sohn des Herzogs Bogislaw XIII. von Pommern und dessen Gemahlin Klara von Braunschweig-Lüneburg geboren.
Mit seinem Bruder Georg übte er von 1606 und ab 1617 allein bis 1620 die Verwaltung des Amtes Rügenwalde aus.
1615 heiratete er Elisabeth von Schleswig-Holstein-Sonderburg. Diese Ehe blieb kinderlos.
Seit 1616 tobte der Dreißigjährige_Krieg, von dem Pommern zunächst verschont blieb. Bogislaw verhielt sich zuerst neutral, konnte aber dem Druck von außen nicht erfolgreich standhalten.
Der Schwedisch-Polnische_Krieg traf das pommersche Herzogtum nur indirekt. Sein Verwandter Friedrich von Kettler Herzog von Kurland 1621 verbündete sich trotz Lehnhohheit von Polen zeitweilig mit den Schweden. So musste sich Bogislaw XIV. beim polnischen König für ihn einsetzen.
Durch den Tod seiner Brüder Franz 1620 und Ulrich 1622 wurde er Bischof von Cammin und regierender Herzog von Pommern-Stettin. Nach dem kinderlosen Tod seines Cousins Philipp Julius, der das Teilherzogtum Pommern-Wolgast regiert hatte, übernahm er auch dort die Herrschaft. Doch die vereinigten Herzogtümer behielten ihre eigenständige Verwaltung. Wie bisher wurden die früheren Landesteile von Stettin und Wolgast aus getrennt verwaltet.
1622 wurde Herzog Bogislaw XIV. Bischof von Cammin.
1623 sicherte sich der Kaiser _Ferdinand_II. trotz verschiedener Glaubensrichtungen die Bündnistreue Bogislaw. Zur gleichen Zeit aber sicherte sich der Schwedenkönig Gustav II. Adolf politische Rechte in der Stadt Stralsund, die als Festung eine herausragende Rolle spielte.
Trotz der Zusicherung des Kaisers, Pommern nicht zu besetzen, marschierte Wallenstein im Sommer 1627 in Holstein, Brandenburg und Mecklenburg und wenig später auch in Pommern ein. Wallenstein wollte damit Schweden zuvorkommen.
Die anhaltende Kaisertreue nützte ihm nichts, die kaiserlichen Truppen wurden einquartiert und plünderten das Land. Nur Stralsund widersetzte sich der Einquartierung und schloss bereits 1628 einen Bündnisvertrag mit Schweden ab, nachdem es bereits vorher von Dänemark bei der Abwehr der Belagerung durch Wallenstein unterstützt worden war.
Nach seiner erfolgreichen Landung in Pommern zwang im August 1630 Gustav II. Adolf von Schweden Bogislaw XIV. auf dem Stettiner Schloss zum Bündnis. Der schließlich ausgehandelte Vertrag vom 25. August wurde als Defensivbündnis bezeichnet. Der Herzog konnte damit die zivile Verwaltung behalten, aber das Land wurde von schwedischen Truppen besetzt. Bogislaw XIV. bemühte sich weiterhin um Neutralität gegenüber Gustav II. Adolf und gegenüber den kaiserlichen Truppen unter von Arnim.
1632 sicherte Herzog Bogislaw XIV., da kinderlos, das seit dem Vertrag von Grimnitz 1529 bestehende Erbfolgerecht dem Kurfürsten von Brandenburg nochmals zu. Im Frühjahr 1633 erlitt Bogislaw XIV. einen Schlaganfall. Zum Nachfolger als Bischof von Cammin gelang es ihm, seinen Neffen, Ernst Bogislaw von Croy, als Wunschkandidaten zu nominieren.
Bis zu seinem Tod führte dann ein Geheimer Rat auf der Basis einer 1634 verabschiedeten Regimentsverfassung die Regierungsgeschäfte. Bogislaw XIV. starb am 10. März 1637 (alter Stil). Um die Nachfolge entbrannte sofort ein heftiger Streit zwischen Schweden und Brandenburg. Erst 1647 einigte man sich grundsätzlich auf eine Teilung des Herzogtums einschließlich des Stiftes Cammin.
Nach dem Westfälischen_Frieden im Jahre 1648 wurde das Herzogtum Pommern zwischen Schweden (Vorpommern) und Brandenburg (Hinterpommern) geteilt. Es dauerte aber noch bis zum Stettiner Grenzrezess von 1653, bis die letzten Einzelheiten der Grenzziehung zwischen Schweden und Brandenburg geklärt waren. Erst danach waren beide Seiten 1654 bereit, den bis dahin aufgebahrten Leichnam in der herzoglichen Gruft in der Stettiner Schlosskirche in einer gemeinsamen Zeremonie beizusetzen.

