Tommaso Pio Boggiani
Tommaso Pio Kardinal Boggiani OP (19. Januar 1863 in Boscomarengo, Italien; ? 26. Februar 1942 in Rom) war Erzbischof von Genua und später ein Kurienkardinal der römisch-katholischen_Kirche.Leben
Tommaso Pio Boggiani trat 1879 in Chieri in den Dominikanerorden ein und studierte anschließend in verschiedenen italienischen Ausbildungshäusern seines Ordens in Italien sowie in Graz die Fächer Katholische Theologie und Philosophie. Nach seiner Priesterweihe arbeitete er einige Jahre als Missionar in Konstantinopel. 1891 wurde er Prior des Dominikanerkonvents von Ragusa. In den 1898 bis 1900 leitete er das philosophische Kolleg in Graz, 1900 wurde er Pfarrer in Genua. 1908 ernannte ihn Papst Pius X. zum Bischof von Adria_e_Rovigo. Die Bischofsweihe empfing Tommaso Pio Boggiani durch Kardinal Rafael Merry del Val y Zulueta. 1912 wurde er unter Verzicht auf sein Bistum zum Titularerzbischof von Edessa in Osrhoëne und zum Apostolischen_Legaten in Mexiko ernannt. 1914 wurde er Apostolischer Administrator von Genua und war im selben Jahr Sekretär des Konklaves.
Papst Benedikt XV. nahm Tommaso Pio Boggiani am 4. Dezember 1916 als Kardinalpriester mit der Titelkirche Santi Quirico e Giulitta in das Kardinalskollegium auf und ernannte ihn 1919 zum Erzbischof von Genua, legte die Leitung der Erzdiözese aber bereits 1921 wieder nieder. Er nahm am Konklave 1922 teil und nahm 1927 als Päpstlicher Legat zum 9. Nationalen Eucharistischen Kongress in Bologna teil. 1929 wurde er zum Kardinalbischof von Porto_und_Santa_Rufina erhoben und nahm ab 1933 das Amt des Kanzlers der Heiligen Römischen Kirche wahr. In dieser Funktion erhielt er zusätzlich die Titelkirche San Lorenzo in Damaso. Er starb am 26. Februar 1942 in Rom und wurde in der Pfarrkirche seines Geburtsortes bestattet.

