Wichtiger Hinweis zum Inhalt des Online-LexikonsBei den auf dieser Seite aufgeführten Texten/Artikeln/Inhalten handelt es sich ausschließlich um fremde Inhalte, die sich die Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG ausdrücklich nicht zu Eigen macht. Diese fremden Inhalte, die keiner regelmäßigen Überprüfung unterliegen, sind ausnahmslos solche der freien Enzyklopädie Wikipedia, für die keinerlei Verantwortung übernommen wird.
Lizenzbestimmungen
Der Text/Artikel/Inhalt auf dieser Seite innerhalb der Rubrik "Online Lexikon" basiert, soweit nicht anders angegeben, auf dem Artikel
Bogenlaenge
aus der freien Enzyklopädie
Wikipedia.
Die Inhalte stehen unter der
GNU Lizenz für freie Dokumentation.
Eine Liste der Autoren ist
dort
abrufbar.
Länge (Mathematik)
Die
Länge ist in der Mathematik eine Eigenschaft, die
Strecken,
Wegen und
Kurven zugeordnet werden kann. Die Länge einer Kurve wird auch als
Bogenlänge bezeichnet.
Längen von Strecken
Sind
und
zwei Punkte im Anschauungsraum
mit den jeweiligen Koordinaten
bzw.
, so ist die Länge der
Strecke nach dem
Satz des Pythagoras gleich
:
Es gibt im wesentlichen zwei Sichtweisen, wie man derartige Formeln verallgemeinern kann:
* Man interpretiert die Länge der Strecke
als die Länge des
Vektors
und definiert Längenmaße für Vektoren. Der entsprechende verallgemeinerte Längenbegriff für Vektoren heißt
Norm.
* Noch allgemeiner ist der Ansatz, statt Streckenlängen den Abstand der Endpunkte zu betrachten. Allgemeine Abstandsbegriffe heißen
Metriken.
Längen von Wegen
Ein
Weg ist eine
stetige Abbildung
von einem
Intervall in einen
topologischen_Raum . Um Wegen eine Länge zuschreiben zu können, muss dieser Raum jedoch eine Zusatzstruktur aufweisen. Im einfachsten Fall ist
die Ebene
oder der Anschauungsraum
mit dem üblichen Längenbegriff für Strecken; Verallgemeinerungen sind möglich für
riemannsche Mannigfaltigkeiten oder beliebige
metrische_Räume. Man bezeichnet dann die Länge des Weges
als
.
Wege in der Ebene und im Raum
Ein Weg in der Ebene bzw. im Raum ist durch zwei bzw. drei Koordinatenfunktionen gegeben:
:
bzw.
für
.
Für stückweise stetig
differenzierbare Wege ist die Länge des Weges durch das Integral über die Länge des Ableitungsvektors gegeben:
:
bzw.
Motivation
Der ebene Weg
wird zunächst durch kleine Geradenstücke
approximiert, welche in zwei Komponenten
und
parallel zu den Koordinatenachsen zerlegt werden. Nach dem
Satz des Pythagoras gilt:
. Die Gesamtlänge des Weges wird durch die Summe aller Geradenstücke approximiert:
:
Gehen wir von der
Konvergenz des Sachverhaltes aus und geben das Ergebnis ohne exakte
Grenzwertberechnung an, so ist die Länge
die Summe aller
infinitesimal kleinen Geradenstücke, also
:
.
Physikalisch kann der Integrand auch als Betrag der Momentangeschwindigkeit und die Integrationsvariable als die Zeit aufgefasst werden.
Beispiele
* Die Kreislinie mit Radius
::
für
: hat die Länge
::
* Ein Stück einer
Schraubenlinie mit Radius
und Ganghöhe
::
für
: hat die Länge
::
Spezialfälle
= Länge eines Funktionsgraphen
=
Sei die Funktion
eine
differenzierbare Funktion auf
dann berechnet sich die Länge
zwischen den Punkten
und
wie folgt:
:
Beispiel: Der Umfang eines Kreises lässt sich mit Hilfe von
berechnen. Ein
Kreis mit dem Radius
erfüllt die Gleichung
bzw.
Die Ableitung lautet:
.
Wendet man die Formel
an, so folgt:
= Polarkoordinaten
=
Ist ein ebener Weg in Polarkoordinatendarstellung
gegeben, also
:
für
,
so erhält man aus der Produktregel
:
und
:
, somit also
:
.
Die Länge des Weges in Polarkoordinatendarstellung ist daher
:
.
Wege in riemannschen Mannigfaltigkeiten
Ist allgemein
ein stückweise differenzierbarer Weg in einer
riemannschen_Mannigfaltigkeit, so kann man die Länge von
definieren als
:
Rektifizierbare Wege in beliebigen metrischen Räumen
Es sei
ein
metrischer Raum und
ein
Weg in
. Dann heißt
rektifizierbar, wenn das
Supremum
: