Bogen (Bedruckstoff)
Als Bogen, in Zusammenhang mit Druckmaschinen, wird der Stoff bezeichnet, der von der Maschine bedruckt (Sujet) wird. Danach kann der Bogen lackiert, kaschiert, perforiert, gestanzt, geschnitten beziehungsweise gefaltet werden.Nach dem Drucken wird der Bogen auch als Rohbogen bezeichnet.
Material
Das Material des Bogens kann Papier, Karton (Plakate, Poster), Pappe (Wellpappe), Folie, Lenticularfolie, Kunststoff, Zellglas, Aluminiumfolien oder Blech sein. Ökopol GmbH, B.A.U.M.-Consult GmbH: Branchengutachten Druckindustrie. Seite A25. April 1997
Dimension des Bogens
Ein oft verdrucktes Material ist Papier. Entsprechend den maximal verarbeitbaren Papierformaten gibt es entsprechende Maschinenformate. Die Maschinenformate gehen von 35x50cm (Format 00) bis 162x224cm (Format 10). Die Dicke/Stärke der Bedruckstoffe geht von 0,02mm bis 2,2mm.
Bogenmasse
Die Bogenmasse wird aus Flächenmasse und Bogenfläche ermittelt. Die Flächenmasse, auch als Flächengewicht (nicht exakt) oder Grammatur bezeichnet, liegt zwischen 25 Gramm (Dünndruckpapier) und 2500 Gramm (Stahlblech) pro Quadratmeter.
Handhabung von Bogen
Umschlagen
Man kann Bogen wenden, indem man seitlich dreht. Die linke Seite ist dann rechts. Die Vorderkante des Bogens bleibt vorn. Das ist Umschlagen (, wie bei einem Buch die Seiten).
Umstülpen
Man kann Bogen wenden, indem man nach vorn dreht. Die linke Seite bleibt links. Die Vorderkante des Bogens ist dann hinten. Das ist Umstülpen.
Bogenwendung in der Maschine
Innerhalb einer Maschine können beide Seite des Bogens bedruckt werden. Zwischen den Druckwerken für die obere und den Druckwerken für die untere Seite befindet sich das Wende(druck)werk. Dieser Vorgang heißt Schön- und Widerdruck.
Bogenstapel
Die Bogen werden als Stapel transportiert. (Stapeltransport)
* Einen Stapel kann man wenden (mit einem Stapelwender). Oben ist dann unten.
* Stapel kann man drehen. Dann steht die Hinterseite des Stapels vorn.
Ein Stapel wird oft auf einer Palette transportiert. Dabei steht der Stappel mittig und vorn bündig auf der Palette. Um einen Stapel ohne Anhalten der Maschine (NON-STOP) zu wechseln, ist eine Palette mit einer Nutenteilung nötig, die der Teilung der NON-STOP-Rechen in Bogenanleger und Bogenausleger entspricht.

