Bunde
Bunde (ostfriesischen Landkreis Leer, Niedersachsen.
Geografie
Geografische Lage
Die gemeinde liegt in dem ostfriesischen Landstrich Rheiderland westlich von Leer am Dollart. Die Gemeinde grenzt an die Provinz_Groningen des Königreichs der Niederlande. Der Niederländische Ort Neuschanz ragt deutlich in die Gemeinde Bunde hinein.
Der Flecken Bunde besteht aus einer Ansiedlung mit der Kirche und einer dem Verlauf des Geestrückens folgenden Reihensiedlung mit dem "Steinhaus". Eine ältere Burg befand sich westlich der zentralen Siedlung mit der Kirche.
Geologie
Der Ort Bunde liegt an der Spitze eines süd-nördlich verlaufenden Geestrückens, der weit in die Marsch mit westlich jünger verlandeten Poldern hineinreicht. Östlich und südlich liegen zusammenhängende Hochmoorgebiete.
Nachbargemeinden
Bunde grenzt im Landkreis Leer an Jemgum und Weener, im Landkreis Emsland an Rhede und an die niederländischen Gemeinden Reiderland und Bellingwedde.
Gemeindegliederung
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Die Gemeinde Bunde hat fünf Ortschaften, denen je ein Ortsvorsteher vorsteht. Diese Ortschaften, die aus den Mitgliedsgemeinden der 2001 aufgelösten Samtgemeinde Bunde hervorgingen, sind:
* Boen (461 Einwohner)
* Bunde (3.885 Einwohner)
Bunderhee (598 Einwohner)
* Dollart (1.285 Einwohner)
Wymeer (1.351 Einwohner)
Ein Sonderfall ist die Ortschaft Dollart. Diese besteht aus mehreren Dörfern und war bis 1973 selbst eine Samtgemeinde. Einen historischen Ort namens Dollart gab es nicht. Die in der heutigen Ortschaft Dollart zusammengefassten Dörfer haben immer noch ein starkes Selbstverständnis. Die Orte sind:
* Ditzumerhammrich
Ditzumerverlaat
* Heinitzpolder
* Kanalpolder
Landschaftspolder
* Bunderhammrich
Geschichte
Ein Großteil des heutigen Gemeindegebietes war im Mittelalter durch Sturmfluten zu einem Teil des Dollarts geworden. Bunde hatte zu dieser Zeit einen wichtigen Seehafen. Nach und nach wurden viele Dollartflächen eingepoldert und zurückgewonnen.
Die Gemeinde Bunde in ihrer jetzigen Form ist im Jahr 2001 entstanden. Seit 1973 bildeten mehrere eigenständige Gemeinden, die nun die fünf Ortschaften sind, die Samtgemeinde Bunde.
Einwohnerentwicklung
Die Gemeinde Bunde hat heute 7.580 Einwohner (Stand 5. November 2004). Sie bezeichnen sich überwiegend als Ostfriesen. Das Ostfriesische_Platt ist eine weit verbreitete Umgangssprache.
Politik
Gemeinderat
Sitzverteilung im Gemeinderat nach den Ergebnissen der Wahl vom 10. September 2006:
*Bürgermeister 1 Sitz
• Partei Deutschlands/'>SPD] - 14 Sitze
• Demokratische Union Deutschlands|CDU] - 6 Sitze
Bürgermeister
Bürgermeister ist Gerald Sap (SPD). Er wurde bei der Wahl am 10. September ohne Gegenkandidaten im Amt bestätigt.
Wappen
Das Wappen der Gemeinde zeigt in Silber auf Blau einen Dreimastsegler auf dem Meer. Dies deutet auf die Seefahrtstradition in Bunde hin und erinnert daran, dass Bunde nach den Dollarteinbrüchen einen wichtigen Hafen besaß.
Religionen
In Ostfriesland wurde bereits im frühen 16. Jahrhundert die Reformation eingeführt. Wie das gesamte Rheiderland ist die Gemeinde Bunde heute reformierten Gemeinden findet sich auch eine altreformierte Gemeinde. Die lutherische_Gemeinde ist jüngeren Datums und wurde gegründet, als sich Heimatvertriebene in Bunde ansiedelten. Katholiken gibt es kaum, deren nächste Gemeinde ist in Weener.
Reformierte Kirche
* Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Bunde
* Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Landschaftspolder
* Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Ditzumerverlaat
* Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Wymeer
Lutherische Kirche
* Evangelisch-lutherische Emmaus-Kirchengemeinde Bunde, gegründet 1969, Kirchenbau 1967
Freikirchen
* Evangelisch-altreformierte Kirchengemeinde Bunde
* Freie Bibelgemeinde Wymeer
* Baptistengemeinde Wymeer
* Baptistengemeinde Ditzumerverlaat
Judentum
Heute existiert keine jüdische Gemeinde in Bunde mehr. Siehe auch: Jüdische Gemeinde Bunde
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Markantes Wahrzeichen ist die 1911 nach einem Brand wiederaufgebaute Windmühle. Sie ist die drittgrößte Mühle Ostfrieslands.
Am Wynhamster Kolk steht eine kleine Wasserschöpfmühle aus dem Jahr 1804.
Im Ortsteil Bunderhee steht das "Steinhaus", eine Burganlage des 13./14. Jahrhunderts.
Naturdenkmäler
Im Ortsteil Wymeer stehen seit 1974 zwei Hochmoorgebiete unter Naturschutz oder sind als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.
Verkehr
Wirtschaftlich-touristisch erschlossen wird die Gemeinde durch die Eisenbahnlinie Leer - Groningen, durch die Bundesstraße 436 (Grüne Küstenstraße/E 22) sowie die Autobahnen 31 und 280. Bunde besitzt zwei Autobahnauf- und -abfahrten; eine davon direkt am Gewerbegebiet Bunde-West, unmittelbar vor der Grenze zu den Niederlanden. Die A 31 verläuft nahezu genau auf der Ostgrenze der Gemeinde zur Stadt Weener, die kurze A 280 verbindet die A 31 mit dem niederländischen Rijksweg 7. Der Bunder Bahnhof ist nicht mehr in Betrieb.
Medien
Bunde liegt im Verbreitungsbereich der beiden lokalen Tageszeitungen Rheiderland-Zeitung und Ostfriesen-Zeitung.
Bildung
In der Gemeinde gibt es je eine Grundschule in Bunde, Wymeer und Dollart sowie die Haupt- und Realschule Bunde (ab 01.08.2007 Ganztagsunterricht). Zudem ist eine Außenstelle der Volkshochschule in Bunde ansässig.
Sprache
In Bunde wird das Ostfriesisches Platt gesprochen.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
• Robbe] (Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages)
Weblinks
• Gemeinde Bunde
• Kirchspiel Bunde

