Boeing E-10
Die Boeing E-10 ist die Bezeichnung für ein Aufklärungsflugzeug der US_Air_Force_(USAF), das über die Entwicklungsphase nicht hinauskam.
Das auch mit MC2A (Multi-Sensor Command and Control Aircraft) bezeichnete Flugzeug basierte auf der Boeing_767-400ER und sollte umfangreiche Radar- und Elektronikausrüstung zur Bodenüberwachung, Aufklärung, Zielerkennung und -verfolgung und elektronischen_Kampfführung erhalten. In diesen Funktionen sollte die E-10 zunächst die E-8_Joint_STARS und RC-135_Rivet_Joint sowie später die E-3_Sentry ablösen.
Im Mai 2003 erhielten Boeing, Northrop Grumman und Raytheon den Zuschlag zum Bau eines Prototyps und vier Serienmaschinen. Kürzungen bei der Finanzierung des Programms veranlassten die USAF im März 2005, die Entwicklung um fünf Jahre zu strecken, so dass nach diesen Planungen mit einem Einsatz nicht vor 2015 zu rechnen gewesen wäre.
Für das Haushaltsjahr 2007 reduzierte die Luftwaffe im Januar 2006 erneut das E-10-Projekt. Demnach sollte nur noch eine Maschine zur Technologie-Demonstration gebaut werden. Ende Februar 2007 stoppte die USAF das vorgesehene Programm zur Integration der Radar- und Kommunikationstechnik[http://www.irconnect.com/noc/press/pages/news_releases.html?d=115407 Northrop Grumman Acts On Air Force Decision to End E-10A Program.] Northrop Grumman, 13. März 2007. und gab das E-10-Programm aus Kostengründen schließlich ganz auf. [http://armedservices.house.gov/pdfs/ALISR041907/Deptula_Testimony041907.pdf Stellungnahme von Lt. Gen. David A. Deptula], stellv. Stabschef für Nachrichtendienst, Aufklärung und Überwachung der USAF, vor dem Streitkräfteausschuss des US-Repräsentantenhauses, 19. April 2007. (PDF, S. 17f.)

