Boehringer Ingelheim microParts GmbH
Boehringer Ingelheim microParts GmbH in Dortmund, ist einer von drei Standorten des Unternehmensverbandes Boehringer Ingelheim in Deutschland.Unternehmensprofil
Die Boehringer Ingelheim microParts GmbH entwickelt und produziert Inhalationssysteme und Mikrosystemtechnik. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Systemen für die Arzneimittelzuführung über die Atemwege. Vorteilhaft ist die Nähe zur Universität Dortmund, mit dem das im Technologiepark liegende Unternehmen über eine H-Bahn verbunden ist.
Geschichte
Der Ursprung von microParts ist ein gemeinsames High Tech Start Up Projekt des Forschungszentrums_Karlsruhe und der STEAG AG mit dem Ziel, die Entwicklung und Produktion von Mikrodüsen voranzubringen. Die in diesem Projekt erforschten und entwickelten Mikrostrukturierungsverfahren wurden von microParts zur industriellen Serienreife gebracht. Hierdurch wurde die Produktion von Mikrosystemen in Großserie und gleichbleibender Qualität möglich.
Das Hauptprodukt ist das treibgasfreie Inhalationsgerät Respimat(R), ausschließlich für Anwendungen im Unternehmen Boehringer Ingelheim.
1990 erfolgte die Gründung der microParts GmbH sowie eine Analyse des technischen und ökonomischen Potenzials von Mikrostrukturierungsverfahren durch eine Gruppe von Unternehmen aus der Dortmunder Umgebung: Hoesch, Hüls, Rheinmetall, STEAG und VEW. Bereits im Jahr 1994 erfolgte ein Umzug des Unternehmens in den Technologiepark Dortmund ( Mikrostrukturzentrum).
1996 wurde ein Vertrag mit Boehringer Ingelheim zur Lieferung des Soft Inhalers Respimat(R)zur Behandlung von Atemwegserkrankungen abgeschlossen außerdem kam der VIS-Mikrospektrometer auf den Markt. Die Erweiterung um ein Zentrum für Aufbau- und Verbindungstechnik erfolgte 2000. Im selben Jahr fand die Markteinführung eines NIR-Mikrospektrometers statt und das Unternehmen erhielt den "Milestones"-Wirtschaftspreis Nordrhein-Westfalens in der Kategorie "Innovation". Der MicroDegasser zur Entfernung gelöster Gase für Agilent Technologies ging in die Serienproduktion.
2001 erfolgte die Serienfertigung des weltweit ersten DNA-Chips aus Kunststoff für EXIQON zur Identifikation von Mikroorganismen und zum Screening von Antibiotikaresistenzen. Im Folgejahr ging der Respimat(R) Soft Inhaler in Serienfertigung.
2004 wurde microParts von seinem größten Kunden, Boehringer Ingelheim Pharma, übernommen.
Produktpalette
Die Produktpalette besteht aus mechanischen, optischen und fluidischen Produkten, die aus unterschiedlichen Kunststoffen, Metallen oder aber Silizium hergestellt werden.
Im Bereich der Mikrooptik gibt es folgende Produkte: UV/VIS-Mikrospektrometer, NIR-Mikrospektrometer
Innovatives Design als monolithische Struktur und hochpräzise Serienfertigung der Mikrospektrometer sind die Grundlage für hervorragende technische Eigenschaften bei gleichzeitig günstigem Preis. Auf der Basis der Mikrospektrometer werden im Kundenauftrag problemspezifische Lösungen entwickelt, zum Beispiel für die schnelle und parallele Analyse von Mikrotiterplatten.
Typische Anwendungsgebiete sind die Lebensmittelanalyse, On-Line Prozess Sensoren, Materialerkennung und Farbmesssysteme. Das Mikrospektrometer kann in batteriebetriebenen Handgeräten als auch in Systemen zur On-Line Prozessüberwachung eingesetzt werden.Charakteristische Eigenschaften: monolithische Bauweise ohne bewegliche Teile, exzellente Stabilität gegenüber thermischen und mechanischen Einflüssen, vielfältige Einsatzmöglichkeiten dank kleiner Abmessungen und geringer Kosten, flexible Lichteinkopplung über Glasfaser, hohe Empfindlichkeit und optimierte Streulichtunterdrückung ermöglichen einen großen Dynamikbereich von 10.000 : 1 Im Bereich der Mikrofluidik gibt es folgende Produkte: MicroDegasser, Lilliput® - Chip
Im Geschäftsbereich Mikrofluidik werden gemeinsam mit weltweit führenden Diagnostikunternehmen Applikationen für zahlreiche Anwendungsgebiete, wie zum Beispiel Haematologie, Mikrobiologie, DNA-Assays, High-Throughput-Screening, Biochemie und Immunologie entwickelt.
Die Lab-on-a-Chip Systeme - medizinische Labors im Scheckkartenformat - erlauben die simultane Durchführung unterschiedlicher Analyseprozesse. Blut oder andere Körperflüssigkeiten können so zum Beispiel im Point of care-Bereich mit leicht zu handhabenden Testsystemen untersucht werden. Die Integration von fluidischen Funktionen, wie Probenverteilung, Resuspendieren, Mischen oder Dosieren erlauben mikrofluidischen Reaktionsplattformen den Einsatz in unkomplizierten und sicher zu bedienenden Analysegeräten. Durch optimale Ausnutzung der Synergien zwischen den Geschäftsfeldern Mikrofluidik und Mikrooptik können optische Auswertungsverfahren für die Lab-on-a-Chip - Analysesysteme entwickelt werden.
Ein weitere Schwerpunkt im Bereich Mikrofluidik ist die Entwicklung und Fertigung von fluidischen Komponenten für die instrumentelle Analytik. Systeme wie der MicroDegasser wurden im Kundenauftrag für Agilent Technologies entwickelt und sind seit Jahren erfolgreich im Markt eingeführt. Im Bereich der Zerstäubertechnik gibt es folgende Produkte: Respimat® Soft Inhaler
Eine Anwendung der innovativen Mikrosysteme findet sich in der Zerstäubertechnik. Durch mikrostrukturierte Düsenköpfe können Flüssigkeiten verschiedener Viskosität mit exakt einstellbaren Tröpfchengrößen und Volumina vernebelt werden.
Boehringer Ingelheim microParts GmbH entwickelte ein neuartiges Zerstäuberkonzept, welches eine Vielzahl neuer Anwendungen für die Aerosolindustrie eröffnet und einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von umweltschädlichen Treibgasen liefert.
Vorteile des Respimat® Soft Inhaler : treibgasfrei, homogene Tröpfchengröße, angenehm weiche Inhalation des Medikaments
Fertigungstechniken
* Hochpräzise Spritzgussverfahren
* Mikrostrukturierungsverfahren
Trockenätzanlagen
* Fertigung unter Reinraumbedingungen
* Aufbau- und Verbindungstechnik
Weblinks
• Firmenwebsite

