Bodenwöhr
Bodenwöhr ist eine Gemeinde im südlichen Landkreis Schwandorf im bayerischen Regierungsbezirk_der_Oberpfalz. Der Ort ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.
Geografie
Bodenwöhr liegt im Osten von Bayern in der Oberpfalz im Naturpark Oberer Bayerischer Wald. Gemeinde- bzw. Ortsteile sind Blechhammer, Altenschwand, Neuenschwand, Warmersdorf, Taxöldern, Höcherhof, Turesbach, Pingarten, Erzhäuser, Buch, Windmais und Pechmühle.
Geschichte
Der Ort Bodenwöhr wird erstmals im Jahre 1123 urkundlich mit dem Namen ,,Potenwre" genannt.
Der Ortsname besagt, dass Bodenwöhr seinen Ursprung einem Wehr oder Staudamm zur Nutzung der Wasserkraft verdankt und dass ein Mann namens Bodo oder Poto dieses Wehr anlegte. Der Name der Siedlung taucht erstmals in einer Urkunde des Klosters Ensdorf auf, das hier Grundbesitz hatte. Viel später erst wird ein Eisenhammer erwähnt, der wegen seiner Lage am gleichnamigen Weiher ,,Weichselbrunner Hammer' genannt wird. Noch vor 1464 muss dieser Eisenhammer nach Bodenwöhr verlegt worden sein. Der Eisenhammer wechselt in schwieriger wirtschaftlicher Zeit mehrmals den Besitzer Nach Entdeckung neuer Erzvorkommen im nahegelegenen Markt Bruck erwirbt 1693 das Generalbaudirektorium den Eisenhammer und errichtet einen Schmelzofen. Nach starkem wirtschaftlichem Aufschwung durch die fortgesetzte Verbesserung der Anlagen im 19. Jahrhundert wird der Betrieb zu den ersten Hüttenwerken Deutschlands gezählt. Bis zur Stilllegung im Jahre 1971 werden hauptsächlich emaillierte Gussbadewannen und Ölöfen produziert. Heute werden in den Werkshallen Fertighäuser hergestellt. Im unmittelbaren Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Hüttenwerks erfolgte die Schaffung von Wohnsiedlungen und die Einrichtung verschiedener Handwerksbetriebe.
Wappen
Das Wappen zeigt "in Blau über silbernem Wellenbalken schräg gekreuzt einen goldenen Schlägel und einen goldenen Hammer." Es weist damit auf das im 15. Jahrhundert entstandene Hüttenwerk hin.
Weblinks
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