Bodenseealemannisch
Bodenseealemannisch ist ein Übergangsdialekt zwischen Schwäbisch und Niederalemannisch. Gesprochen wird er:Allgäuerisch (südlich)
Baar-Alemannisch
Südwürttembergisch
Wälderisch (Bregenzerwald, Vorarlberg)
* Schweizer Ufergemeinden (mit Übergängen zu den Ostschweizer Dialekten)
Von den anderen alemannischen Dialekten unterscheidet sich das Bodenseealemannische vor allem durch die Verwendung der Endung "-et" statt "-e" bei Verben in der 3. Person Plural, z. B. "mähet" statt "mähe" (Hochdeutsch: "mähen"). Die Übergänge zum Schwäbischen sind fließend; in Lindau, Friedrichshafen oder dem Allgäu wird der Dialekt aus historisch-politischen Gründen eher als Schwäbisch bezeichnet.
Die aktuelle Sprache in den zu Deutschland gehörigen Teilen des Bodenseeraums nähert sich heute meist dem Schwäbischen. Obwohl die Dialekte historisch dem Alemannischen angehören und große Teile des Bodenseeraums nicht zu Schwaben gehören, müsste man die modernen Dialekte eher dem Schwäbischen und nicht mehr dem Alemannischen zuordnen. Typisch alemannische Formen (z.B. Huus "Haus", gsi "gewesen" etc.) hört man heute meist nur noch weiter westlich (Hochrhein) oder in der Schweiz. Am ehesten hat sich ein deutsches Bodenseealemannisch nur noch auf der Halbinsel Höri und am schweizerischen Unterseeufer zwischen Eschenz und Triboltingen erhalten.

