Bodelschwingh-Gymnasium Herchen
Das Bodelschwingh-Gymnasium ist ein staatlich anerkanntes Gymnasium unter Trägerschaft der evangelischen Kirche Rheinland in Windeck-Herchen, Rhein-Sieg-Kreis. Neben den Tagesschülern gibt es 76 Internatsplätze.
Geschichte
Anfänge
Das ursprüngliche Gebäude war ein Sanatorium in Herchen, errichtet zu Ende des 19. Jahrhunderts von einem Dr. Wölfing aus Wissen. 1901 kaufte es der Godesberger Rektor Kühne und errichtete hier eine Zweigstelle der Otto-Kühne-Schule. Es handelte sich um eine Realschule, die als Internat betrieben wurde.
Im Laufe der nächsten Jahre kamen zu diesem Oberhaus weitere Gebäude hinzu:
* Fuchshollen
* Schwalbennest
* Luginsland
* Frischvoran
1921 kam ein neues Schulhaus mit Aula hinzu. 1924 wurde von der Schülerschaft ein Hindenburgdenkmal errichtet.
Weitere Gebäude 1925 waren
* Haus Waldeck
* eine Turnhalle
Außerdem gehörten Burg Reifershardt und Haus Siegblick in Herchen zum Pädagogium. Ein Sommerhaus des Rektors stand in den 20er Jahren an der Stelle, an der heute noch die nach ihm benannte Schutzhütte "Rektor-Kühne-Hütte" steht.
1931 wurde das Pädagogium geschlossen.
Drittes Reich und Nachkriegszeit
1934/35 war in den Gebäuden ein Landjahrlager der Hitlerjugend eingerichtet. Von 1936 bis 1939 wurden hier die im spanischen_Bürgerkriegs evakuierten Schülerinnen der Deutschen_Schule_in_Barcelona beherbergt und unterrichtet.
Anfang des Zweiten_Weltkriegs wurde das Gelände ein Lager des weiblichen Arbeitsdienstes, 1943 bis 1944 ein KLV-Lager, z.B. für die Deutschen Hauptschule Langemaß aus Köln-Mülheim. Hier wurden ca. 120 Schüler unterrichtet, die auch eine halbmilitärischer Ausbildung erhielten. Zu Ende des Krieges wurde auf dem Gelände ein Feldlazarett eingerichtet. Da hier auch eine Flakstellung aufgebaut wurde, wurden Bomben abgeworfen, denen neben dem Aufbau des Hindenburgdenkmals und der Turnhalle auch Menschen zum Opfer fielen.
Nach der Räumung durch deutsche Truppen quartierten sich hier belgische Truppen ein. Danach dienten die Gebäude teilweise noch der Unterbringung von Vertriebenen.
Bodelschwingh-Gymnasium
Dann wurde das Gelände von den Bodelschwing'schen Anstalten übernommen und wieder ein Schulbetrieb eingerichtet. Am 9. April 1951 war Unterrichtsbeginn unter Studienrat Stöver, am 18. Juni 1951 wurde die Schule mit einer Feier eingeweiht. Am 11. Mai 1962 wurde die Schulleitung von Direktor Stade übernommen, im gleichen Jahr wurde auch eine neue Turnhalle eingeweiht. Heute verfügt das Internat über 76 Plätze.
Internationale Kontakte
Seit 1991 besteht eine Schulpartnerschaft mit der Presbyterian Secondary School in Besongabang (Kamerun). Weiterhin fand bereits ein Begegnungsprojekt mit der Goethe-Schule in Ulaanbaatar (Mongolei) statt. Das Bodelschwingh-Gymnasium nimmt am Comenius-Projekt teil.
Sport
Der 1. FC Windeck spielt Volleyball in der zweiten Bundesliga. Die Heimspiele finden in der Sporthalle des Bodelschwingh-Gymnasiums statt.
Quellen
* Jubiläums-Festschrift 1951 - 1976
Weblinks
• Bodelschwingh-Gymnasium Herchen

