Wilhelm von Boddien
Wilhelm von Boddien (27. Februar 1942 in Stargard/Pommern) wurde bekannt durch sein Engagement für den Wiederaufbau des Berliner Schlosses.
Von Boddien arbeitete seit 1966 als Kaufmann im Unternehmen seines Vaters, einem Hersteller von Landmaschinen. Nach dem Ausscheiden seines Vaters leitete von Boddien das Unternehmen bis zum Jahr 2003.
Er initiierte 1992 den Förderverein_Berliner_Schloss und ist seit März 2004 dessen Geschäftsführer. Die spektakulärste Aktion des Vereins war die Errichtung einer Schloß-Attrappe im Jahre 1993.
Der Aufbau eines Neubaus in der Kubatur und mit drei der vier historischen Fassaden des Berliner Schlosses wurde nach einem 2002 gefällten Bundestagsbeschluß im Jahr 2007 vom Bund und dem Land Berlin endgültig entschieden. Baubeginn soll 2010 sein, die Fertigstellung wird für 2014 erwartet. Die noch auf dem Areal befindlichen Reste des "Palast der Republik" werden derzeit abgerissen und abgetragen.
Die Kosten für die Schloß-Fassaden betragen dabei rund 80 Millionen Euro, die Baukosten des Gebäudes ohne Fassade belaufen sich auf rund 480 Millionen Euro. Die Fassaden sollen ausschließlich privat finanziert werden, wobei laut Boddien zum Jahreswechsel 2005/2006 bereits 1,9 Millionen Euro bereit stünden und weitere 8 Millionen Euro fest zugesagt seien.
Von Boddien wurde mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.
Weblinks
• Förderverein Berliner Schloss
• Kurzbiographie von Boddiens in der Berliner Morgenpost
• Interview mit von Boddien in der Berliner Morgenpost

