Fredi Bobic
]]Fredi Bobic (30. Oktober 1971 in Maribor, Jugoslawien, heute Slowenien) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.
Kindheit und Jugend
Fredi Bobic wurde am 30. Oktober 1971 in Maribor geboren, das damals noch zu Jugoslawien gehörte und heute Slowenien angehört. Seine Mutter ist Kroatin und sein Vater Slowene. Mit ihnen ist er ausgewandert und in Schwaben aufgewachsen. Seit seinem 7. Lebensjahr ist er in Fußballvereinen aktiv gewesen. 1979 begann er in der Jugend des VfR Bad Cannstatt mit dem Fußballspielen, von wo aus er 1980 zur Jugend des VfB Stuttgart wechselte. Nach sechs Jahren verließ er den VfB Richtung Konkurrent Stuttgarter Kickers, mit dessen A-Jugend er DFB-Pokal-Sieger wurde, was er als seinen größten Erfolg im Jugendbereich bezeichnet. Seine fußballerischen Vorbilder in Kindheit und Jugend waren Hansi Müller und Marco van Basten. Bobic ist gelernter Einzelhandelskaufmann.
Durch die Herkunft seiner Eltern und die noch in Slowenien lebenden Verwandten lernte Bobic zahlreiche slawische Sprachen zu sprechen. Zudem spricht er Deutsch, Englisch und ?ein bisschen Französisch?.
Karriere
Vereinsfußball
Bobic begann seine Karriere bei den TSF Ditzingen. In der Saison 1991/92 wurde er Torschützenkönig der Oberliga_Baden-Württemberg mit 19 Toren. Daraufhin wechselte er in die 2._Bundesliga zu den Stuttgarter Kickers (1992-1994), für die er in 62 Spielen 26-mal traf. Er wechselte dann in die 1._Bundesliga zum VfB Stuttgart, für den er am 19. August 1994 debütierte. Im Spiel gegen den Hamburger SV wurde Bobic in der 73. Minute eingewechselt und erzielte in der letzten Minute den 2:1-Siegtreffer für den VfB. Damit begann seine Karriere, die ihren Höhepunkt wohl zu Zeiten des so genannten Magischen_Dreiecks mit Krassimir Balakov und Giovane Elber beim VfB Stuttgart hatte. Dieses Trio sorgte für einiges Aufsehen in der Bundesliga. 1999 wechselte er zu Borussia Dortmund, wo er in den ersten beiden Spielzeiten in 53 Spielen 17 Tore schoss. In der Hinrunde der Saison 2001/02 kam Bobic nur 3-mal zum Einsatz, da Trainer Matthias Sammer den Stürmern Marcio Amoroso, Jan Koller und Ewerthon mehr Vertrauen schenkte. Bobic unterbrach deswegen seine Bundesligakarriere für ein kurzes Gastspiel in der englischen Premier League. Er wurde für die Rückrunde an die Bolton Wanderers ausgeliehen, für die er in 16 Partien vier Tore schoss. Wenige Stunden vor Schluss des Transferfensters unterzeichnete Bobic einen Vertrag bei Bundesliga-Aufsteiger Hannover 96. Mit 14 Saisontoren hatte Bobic entscheidenden Anteil am Klassenerhalt des Vereins und wurde zur Belohnung seiner starken Leistungen von Teamchef Rudi Völler nach vierjähriger Abwesenheit wieder ins Nationalteam berufen. Nach der Saison wechselte Bobic zu Hertha BSC Berlin, wo er jedoch nicht an seine Leistungen aus der Vorsaison anknüpfen konnte. Nach seinem Engagement in Berlin war Bobic mehrere Monate vertragslos. Ab dem 25. Januar 2006 spielte er für den kroatischen Verein HNK Rijeka und beendete im Sommer nach Saisonende seine aktive Karriere.
Als Vereinsspieler absolvierte er 62 Spiele in der 2. Bundesliga (26 Tore), 285 Spiele in der 1. Bundesliga (108 Tore), 15 Spiele in der englischen Premier League (4 Tore) und 8 Spiele in der Prva HNL, der 1. kroatischen Liga (2 Tore).
(Stand: Juli 2006).
Nationalmannschaft
Für die Nationalmannschaft absolvierte er 37 Spiele, in denen er 10 Tore erzielte. Sein erstes Länderspiel absolvierte er am 12. Oktober 1994 in Budapest gegen Ungarn. Er wurde von Bundestrainer Berti Vogts für die Fußball-Europameisterschaft 1996 in England nominiert, bei der er in den Vorrundenspielen gegen Tschechien und Italien sowie im Viertelfinalspiel gegen Kroatien zum Einsatz kam. Bobic spielte unter Vogts 19-mal im Nationaldress und erzielte 2 Tore, ehe er am 22. Februar 1998 sein vorerst letztes Länderspiel gegen Saudi-Arabien bestritt. Sein Comeback feierte er nach guten Leistungen in der Bundesliga bei Hannover 96 unter Teamchef Rudi Völler in einem Freundschaftsspiel gegen die Niederlande Ende 2002, in dem ihn auch der einzige deutsche Treffer gelang (Endstand: 1:3). Daraufhin wurde er wieder fester Bestandteil des Nationalteams und wichtiger Spieler in der EM-Qualifikation. In den 18 Länderspielen unter Rudi Völler schoss Bobic acht Tore. Bobic nahm mit der Nationalmannschaft an der Europameisterschaft_2004 in Portugal teil, bei der er in den Vorrundenspielen gegen die Niederlande und gegen Lettland eingesetzt wurde, aber keinen Torerfolg verzeichnen konnte. Nach der Europameisterschaft und dem Rücktritt Rudi Völlers wurde Bobic nicht mehr ins Nationalteam nominiert, was einerseits mit der Motivation des neuen Bundestrainers Jürgen Klinsmann, junge Spieler ins Nationalteam integrieren zu wollen, andererseits mit schwachen Leistungen bei Hertha BSC Berlin zusammenhing. Somit war sein Einsatz gegen Lettland am 19. Juni 2004 sein letzter im Nationaltrikot.
Nach der aktiven Karriere
2006 begann er eine Ausbildung zum Moderator beim DSF. In der Saison 06/07 rückte er beim Pay-TV-Sender Premiere ins Expertenteam auf.
Erfolge
Seine größten Erfolge sind der Gewinn der Fußball-Europameisterschaft 1996 mit der deutschen_Nationalmannschaft und der Gewinn des DFB-Pokals_1997 mit dem VfB Stuttgart. 1998 stand er mit Stuttgart im Finale des Europapokals_der_Pokalsieger, das in Stockholm aber mit 0:1 gegen Chelsea London verloren ging. Außerdem wurde Bobic mit 17 Treffern Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga-Saison 1995/96 im Dress des VfB Stuttgart.
In seiner letzten Spielzeit bei HNK Rijeka wurde Bobic kroatischer Pokalsieger 2006.
Vereine
* 1979?1980 VfR Bad Cannstatt
* 1980?1986 VfB Stuttgart
* 1986?1990 Stuttgarter Kickers
* 1990?1992 TSF Ditzingen
* 1992?1994 Stuttgarter Kickers
* 1994?1999 VfB Stuttgart
* 1999?2002 Borussia Dortmund
* 2002?2002 Bolton Wanderers
* 2002?2003 Hannover 96
* 2003?2005 Hertha BSC
* 2006 HNK Rijeka/Kroatien
Privates
Bobic ist verheiratet und hat zwei Töchter. Mit seiner Familie wohnt er in Berlin. Neben Fußball interessiert er sich auch sehr für andere Sportarten, wie Basketball oder American Football. Er hat eine große Leidenschaft für New_York, das auch sein Lieblingsreiseziel ist.
Bobic betreibt mit seinem Berater Jürgen Schwab in Winterbach (Remstal) ein Sportgeschäft.
Weblinks
• www.fredibobic.de - offizielle Webseite

