Bobby Schenk
Bobby Schenk (10. März 1945 in München, eigentlich Florian Schenk) ist ein Autor und bekannter Weltumsegler. Der gelernte Jurist veröffentlichte zahlreiche Segel-Fachbücher und Reiseberichte und ist auch durch intensive Vortragstätigkeit einem breiten Publikum bekannt.Lebenslauf
1967 erwarb Schenk einen GfK-Langkieler vom Typ Fähnrich 34 und segelte mit seiner Frau Carla auf der Passatroute um die Welt. Im Anschluss daran arbeitete er wieder im Justizdienst. Sein erstes Buch Fahrtensegeln erschien 1975.
Mit der 15-Meter-Stahljacht Thalassa II machte er sich anschließend auf den Weg in die Südsee. Drei Jahre lang lebte er in Moorea. 1983 segelte er von Tahiti mit seiner Frau Carla rund um Kap Hoorn mit nur einem Stopp nach Marbella in Spanien. Mit dieser Reise bewarb er sich vergeblich um den Schlimbach-Preis.
Schenk ist auch Privatflieger; 1989 unternahm er einen Flug mit einem einmotorigen Flugzeug über den Südatlantik nach Südamerika. Über Grönland ging es zurück nach Europa. Während seines Aufenthalts in Südamerika besegelte er die Gewässer rund um Kap Hoorn ausgiebig. Bobby Schenk: ?Segeln im Reich der Stürme?.
Im Jahre 1992 segelte er mit Crew über den Atlantik nach Barbados, wobei er sich nur solcher Navigationsmittel bediente, die mit Bordmitteln zu improvisieren waren. Eine der Kernthesen, die er aufgrund der Erfahrungen dieser Reise aufstellte, war, dass es nicht möglich sei, nur mit Hilfe von Sternen oder Sternbildern zu navigieren. Diese These ist nicht unumstritten, da wiederholt erfolgreiche Ozeanreisen - z. B. unter Federführung der Polynesian Voyaging Society - stattgefunden haben, die sich dieser Navigationsmethode bedient haben wollen. Die französischen Brüder Emmanuel und Maximilien Berque wollen im Jahr 2003 nur mit Hilfe der Gestirne und ohne Instrumente den Nordatlantik überquert haben und der US-Amerikaner Marvin Creamer nimmt für sich in Anspruch, die Welt von 1982 bis 1984 ohne Navigationsinstrumente umsegelt zu haben.
Schenk ist inzwischen aus dem Staatsdienst als Richter ausgeschieden und befindet sich mit der Yacht Thalassa (einem Katamaran aus GfK) auf seiner zweiten Weltumsegelung, an der abermals seine Frau Carla teilnimmt. Seine Reise unterbricht er immer wieder für längere Aufenthalte in Deutschland, wo er einen Wohnsitz in Fürstenfeldbruck hat.
Er ist einer der wenigen deutschen Fahrtensegler, die ihre Reisen kommerziell erfolgreich verwerten konnten, nicht zuletzt durch ständige Präsenz in Europas größtem Segelmagazin "Yacht". Auf der Hamburger Bootsmesse hält er seit Jahren Seminare zum Thema Blauwassersegeln, deren Zielgruppe angehende Weltumsegler sind.
Schenks Internetseite gehört zu den meistbesuchten deutschsprachigen Angeboten für Segler. Der Schwerpunkt der Berichterstattung liegt - wie bei den meisten Veröffentlichungen Schenks - im Bereich der technischen Ausstattung für Fahrtensegler.
Veröffentlichungen
Seine zahlreichen Bücher wurden nach eigenen Angaben etwa 500.000fach verkauft und z. T. in zehn Sprachen übersetzt. Sein Spezialgebiet ist die Navigation. Als seine Stärke wird dabei die Aufarbeitung technischer Zusammenhänge und Sachverhalte angesehen, während seine Reiseerzählungen literarisch als eher schwach eingestuft werden. Sein Buch über die erwähnte Atlantiküberquerung "Transatlantik in die Sonne" wurde vom Deutschen Segelverband als bestes Segelbuch des Jahres ausgezeichnet.
Kritik
Seine Kritiker - darunter auch zahlreiche Weltumsegler - werfen ihm eine übertriebene Betonung der technischen Aspekte des Hochseesegelns vor. Zudem wird kritisiert, dass Schenk in seinen Veröffentlichungen verdeckt Werbung für Sponsoren oder befreundete Firmen betreibe.
Quellen
Weblinks
• Homepage von Bobby Schenk

