Bob Stewart
Bob Stewart (3. Februar 1945 in Sioux Falls/South Dakota) ist ein US-amerikanischer Tubist.In Bands von Charles Mingus, Gil Evans, Carla Bley und Lester Bowie spielte Stewart Tuba. Durch seine perfekten Basslinien konnte z.B. Lester Bowie's Brass Fantasy auf einen Bassisten verzichten - Bowie lobte ihn immer als "the man who never stops". Aber auch solistisch brilliert Stewart auf seinem Instrument.
Bob Stewart hatte ursprünglich Trompete gelernt, 1962-66 studierte er aber auch Tuba am Philadelphia College of the Performing Arts. Er arbeitete als Grundschullehrer und spielte in Oldtime-Gruppen. 1968 zog er nach New York, wo er mit dem Tubisten Howard Johnson ein Tuba-Ensemble gründete. Er spielte mit in Bands von Carla Bley, Gil Evans, Sam_Rivers, und im Jazz Composer's Orchestra. Wenig später noch bei vielen weiteren berühmten Jazzbands. Nach seiner ersten Zeit bei Lester Bowie gründete er seine eigene Mini Brass Band First Line mit Musikern aus Bowie's Brass Fantasy.
Film
2006 leitete Bob Stewart beim SNOWJAZZ-Festival im Sägewerk in Bad Hofgastein einen 4-tägigen Workshop mit 25 Blechblasmusikern aus traditionellen Blasmusikkapellen (vorwiegend aus Salzburg und Wien). Das Ergebnis des Workshops endete in einem Konzert im traditionellen Kongresshaus Bad Gastein vor rund 600 Besuchern. Die beiden Filmemacher Sven Jansel und Gerald Lehner begleiteten Bob Stewart in den Tagen dieses Workshops und dokumentierten dieses musikalische "Afro-Alpin-Experiment" in ihrem 45-minütigen Dokumentarfilm "Jazz on a winters day", der am 16. März 2007 im Casino Bad Gastein seine Weltpremiere feierte.

