Bob Geldof
Robert Frederick Zenon Geldof, KBE, (5. Oktober 1951 in Dun Laoghaire, Irland) ist ein irischer Musiker.
Geldof wurde zwar von der Queen geadelt, darf den Titel ?Sir? jedoch nicht tragen, da er als Bürger der Republik Irland kein Bürger des Vereinigten_Königreichs_von_Großbritannien_und_Nordirland oder des Commonwealth of Nations ist. Er darf seinen Ritter-Titel nur als ?KBE? dem Namen nachgestellt benutzen.
Karriere
Bekannt wurde Bob Geldof Mitte der 1970er Jahre, als er als Sänger der Boomtown_Rats einige musikalische Erfolge feierte. Ihr größter Hit war 1979 das Lied I Don't Like Mondays, das von einem Amoklauf handelt, der tatsächlich stattgefunden hat.
1982 gab Geldof ein kurzes schauspielerisches Gastspiel in der Hauptrolle des Musikfilms The Wall von Pink Floyd.
Im Oktober 1984 sah Geldof zufällig eine Fernsehdokumentation über die damalige Hungersnot_in_Äthiopien und beschloss spontan, etwas dagegen zu unternehmen. Er schreibt darüber in seiner Autobiographie:"I went home [...] and switched on the television. I saw something that placed my worries in a ghastly new perspective. The news report was of famine in Ethiopia. [...] That night I couldn't sleep. [...] The images played and replayed in my mind. What could I do? [...] Did not the sheer scale of the whole thing call for something more?" Geldof, Bob, Is That It?. London, 1986. ISBN 0-14-009363-X Zusammen mit dem Musiker Midge Ure von der Gruppe Ultravox schrieb Geldof das Lied Do they know it's Christmas? und rief das Projekt Band Aid ins Leben, um Geld gegen den Hunger in Äthiopien zu sammeln. Animiert durch den Erfolg des Projektes organisierte er 1985 das weltweite Konzert Live Aid, welches ihm, neben dem finanziellen Erfolg für die Sache an sich, die Ernennung zum Ritter durch Königin Elisabeth_II. und eine Nominierung für den Friedensnobelpreis einbrachte.
Seine musikalische Karriere verfolgt Bob Geldof nun als Solokünstler. Er hat mittlerweile mehrere Alben veröffentlicht.
Musik
Die Boomtown Rats, für die Geldof nahezu alle Lieder schrieb, gelten als Erscheinung der New Wave-Bewegung. Ihre ersten Alben können teilweise noch dem Punk zugeordnet werden - trotz des für diese Richtung eher untypischen Einsatzes von Klavier bzw. Keyboard. Zu Beginn der 1980er Jahre wurde die Musik jedoch poppiger. Auch auf Geldofs erstem Solo-Album "Deep In The Heart Of Nowhere" (1986) setzte er diesen Stil noch fort, ab "Vegetarians Of Love" (1990) waren dann deutlich mehr Folk-Einflüsse zu spüren, neben der dafür obligatorischen Akustik-Gitarre kamen Violine und Akkordeon verstärkt zum Einsatz. Dieses Album hatte im ganzen einen ruhigen Charakter, der auf "The Happy Club" (1992) weitestgehend beibehalten wurde - nicht zuletzt durch die ähnliche Instrumentierung. Das nach langer Pause erschienene "Sex, Age & Death" (2001) war kommerziell kein großer Erfolg.
Familie
Geldof war von 1986 bis 1996 mit der britischen Fernsehmoderatorin Paula Yates verheiratet. Sie lebten aber schon seit 1978 miteinander. Geldof und Yates bekamen drei Töchter, Fifi Trixibelle (* 1983), Peaches Honeyblossom (* 1987) und Pixie Frou-Frou (* 1990). Yates verließ Geldof 1995 wegen Michael Hutchence, Sänger der Gruppe INXS. Yates und Hutchence bekamen 1996 eine Tochter namens Heavenly Hiraani Tigerlily.
Nach dem Selbstmord von Michael Hutchence erstritt sich Geldof das Sorgerecht für seine Kinder. Aufgrund dieser Erfahrungen engagiert er sich seit dem Jahr 2005 verstärkt für die englische Väterbewegung Fathers 4 Justice. Seit dem Tod von Paula Yates ? sie starb an einer Überdosis Heroin ? und einem Sorgerechtsstreit mit der Familie Hutchence ist Geldof auch Vormund von Tigerlily, die bei ihm und ihren Halbschwestern aufwächst.
Wohltätigkeitsveranstaltungen
Seit Mitte der 1990er Jahre setzt sich Geldof zusammen mit Bono von U2 für den Schuldenerlass für die Dritte Welt ein. Im Jahre 2005 organisierte er das Live 8-Konzert, welches als Neuauflage des Live Aid-Konzertes aus dem Jahr 1985 gehandelt wurde. Das Live 8-Konzert fand am 2. Juli 2005 im Hyde Park in London sowie an acht weiteren Orten statt. Diese waren die Hauptstädte der G8-Staaten, Paris, Berlin, Rom, Philadelphia (anstelle von Washington D.C.), Tokio, Johannesburg, Moskau und Barrie. Am 31. Mai 2005 gab Geldof in einer Pressekonferenz erste Einzelheiten bekannt. Aufgrund seines humanitären Engagements wurde er schon in den 1980er Jahren als ein Anwärter für den Friedensnobelpreis gesehen. Der norwegische Abgeordnete Jan Simonsen schlug Geldof 2006 erneut für den Friedensnobelpreis vor.
Preise
Am Festival Rose d?Or wurde Bob Geldof 2005 mit dem Rose d'Or Charity Award ausgezeichnet. Bob Geldof wurde 2006 bei der ECHO-Verleihung mit dem Sonderpreis der Deutschen Phonoakademie ausgezeichnet, wobei Campino, der Frontmann der Toten Hosen, der Laudator war.
Veröffentlichungen
* Is That It? (Autobiografie), London, 1986, ISBN 0-14-009363-X
Diskografie
Boomtown Rats
* The Boomtown Rats (1977)
* A Tonic For The Troops (1978)
* The Fine Art Of Surfacing (1979)
* Mondo Bongo (1981)
* V Deep (1982)
* In The Long Grass (1984)
Solo
*Deep in the Heart of Nowhere (Mercury/Universal) 1986
*Vegetarians of Love (Mercury/Universal) 1990
*The Happy Club (Mercury/Universal) 1992
*Loudmouth (the Best of) (Vertigo/Universal) 1994
*Sex, Age & Death (Eagle Rock/Edel) 2001
*Great Songs of Indifference - The Anthology (alle vier Solo-Alben plus Bonus-Tracks) (Mercury/Universal) 2006
Auszeichnungen
2005 ? Rose d?Or Charity Award für Live Aid
2005 ? Free Your Mind Award (im Rahmen der MTV Europe Music Awards 2005)
2006 ? Echo für Besondere musikalische Leistungen''
2006 ? Amadeus Austrian Music Award für die Beste Musik-DVD ?Live 8?
Quelle
Weblinks
*
• offizielle Website
• bobgeldof.de ? deutsche Fansite

