Blur
Blur ist eine britische Labels Food Records in Blur geändert. Ihre bislang größten Erfolge waren die Singles There's No Other Way (1991), Girls And Boys (1994), Country House (1995), Beetlebum, Song 2 (1997) und Coffee & TV (1999) sowie die Alben Parklife, Blur und 13. Ihr expliziter Bezug auf die britische Musiktradition (Kinks, Beatles) und ihre klar formulierte Ablehnung der in den frühen 1990er Jahren vorherrschenden US-amerikanischen Rockmusik (Grunge) sorgten dafür, dass sie von der Musikpresse zu den Schöpfern des modernen Britpop ausgerufen wurden. Doch mit ihrem fünften und sechsten Studioalben schlug die Gruppe einen völlig neuen Weg ein. Sie verzichteten auf die Bläserarrangements, forcierten die rockigen Elemente und wechselten schließlich den Produzenten. Statt Ihres langjährigen Weggefährten Stephen Street saß nun der ursprünglich aus dem Bereich der elektronischen Musik stammende William Orbit am Mischpult, der schon auf ihrer Doppel-EP Bustin' & Dronin' einen Remix von Movin' On beigesteuert hatte. Mit dem auch in den USA erfolgreichen Song 2 schafften sie den internationalen Durchbruch, nachdem sich ihr Erfolg zuvor hauptsächlich auf Großbritannien beschränkt hatte. Sie sind bekannt dafür, mit musikalischen Stilrichtungen zu experimentieren und ihre Anhänger mit jedem neuen Album zu überraschen.Noch während der Aufnahmen zu Think Tank verließ Leadgitarrist Graham Coxon die Gruppe aufgrund künstlerischer Differenzen. Seine Mitwirkung an dem Album beschränkt sich auf das letzte Stück (Battery In Your Leg). Im Januar 2007 ließ Bassist Alex James verlauten, dass die Chancen für eine Reunion relativ gut stünden, auch wenn bisher noch keine Zusagen vorhanden seien.[http://www.nme.com/news/blur/25679 Blur reunion gets closer. Is Graham Coxon finally ready to return to the fold?] In: New Musical Express, 7. Januar 2007. Vorerst ist geplant, im August 2007 in der Originalbesetzung ins Studio zu gehen, doch ob die Aufnahmen veröffentlicht werden, ist noch unklar.
Weitere Projekte
Sänger Damon Albarn ist zudem der Kopf der Gorillaz, die bisher zwei weltweit erfolgreiche Studio-LPs herausbrachten, Gorillaz (2001) und Demon Days (2005). Ein weiteres Projekt ist die transafrikanische Kooperation Mali Music, die 2002 zu einer Plattenproduktion führte und Albarn auch in der Folgezeit beschäftigte. Im Januar 2007 veröffentlichte er zusammen mit dem Drummer Tony Allen, Paul Simonon (ehemals Bassist bei The Clash) und dem ehemaligen The Verve-Gitarristen Simon Tong ein gemeinsames Album unter den Namen The Good, The Bad & The Queen. Am 28. Juni 2007 wird beim Manchester International Festival seine erste Oper Monkey: Journey to the West uraufgeführt.
Graham Coxon veröffentlicht seit 1998 Soloalben auf seinem Indielabel Transcopic (seit 2002 vertrieben über Parlophone/EMI). Die sechs bisher erschienenen Alben sind: The Sky Is Too High (1998), The Golden D (2000), Crow Sit on Blood Tree (2001), The Kiss of Morning (2002), Happiness in Magazines (2004), Love Travels at Illegal Speeds (2006).
Alex James war an den kurzlebigen Gruppen Me Me Me und Fat Les beteiligt. Me Me Me, die aus James, dem The Lilac Time-Sänger Stephen Duffy, Justin Welch (Elastica) und Charlie Bloor bestanden, veröffentlichten im Jahre 1996 eine UK-Top-20-Single (Hanging Around). Fat Les wiederum war ein Projekt, an dem James, der kontroverse Künstler Damien Hirst - ein alter Kommilitone der Blur-Bandmitglieder - und der Schauspieler Keith Allen mitwirkten. Ihre Single Vindaloo erreichte 1998 Platz 2 der britischen Charts. James' neuestes Projekt heißt WigWam.
Dave Rowntree ist seit 2006 Mitglied bei The Ailerons und nennt die Computergrafik-Firma Nanomation sein Eigen. Seit einigen Jahren engagiert er sich in der Londoner Lokalpolitik für die Labour Party. Bei der Kommunalwahl im Mai 2007 kandidierte er in seinem Heimatbezirk Westminster für Labour und belegte in dem traditionell konservativen Wahlkreis Marylebone High Street den dritten Platz hinter den Kandidaten der konservativen Tories und der Liberaldemokraten.
Diskografie
Alben
* 1991: Leisure
* 1993: Modern Life Is Rubbish
* 1994: Parklife
* 1995: The Great Escape
* 1997: Blur
* 1999: 13
* 2000: Blur: The Best Of
* 2003: Think Tank
Sonstige Veröffentlichungen
* 1992: Popscene (auf keiner LP enthaltene Single)
* 1994: The Special Collectors Edition (Japanische B-Seiten-Zusammenstellung)
* 1996: Live at the Budokan (Doppel-CD)
* 1998: Bustin' + Dronin (Doppel-EP)
* 1999: 10 Year Anniversary Box Set (22 CD-Singles mit allen Extratracks 1989-1999)
* 2000: Music Is My Radar (Single zur Best-Of-Compilation)
sowie diverse Singles, Fanclub-EPs und illegal aufgenommene Bootlegs.
Literatur
* 1999: Stuart Maconie: Blur: 3862 Days. The Official History. London: Virgin. ISBN 0753502879.
* 2007: Alex James: Bit of a Blur. The official Autobiography of Alex James. ISBN 0316027588.
Einzelnachweise
Weblinks
• Offizielle Website (englisch)
• Fanseite (englisch)
• Finnische Fanseite (englisch)
*
• Videografie von Blur bei cliparchiv.tv

