Blumenstrauß
Das Wort Strauß stammt von ?strotzen?. Ein Blumenstrauß ist also ein Gebinde von einer ?strotzenden? Fülle.
Als Blumenstrauß versteht man ein Blumengebinde mit einer Bindestelle welches mobil ist und damit bequem transportiert werden kann.
Der höchste Punkt des Straußes ist die Mittelblume. Alle weiteren Blumen werden rundherum angelegt, wofür es verschiedene Bindetechniken gibt. Diese Techniken kann man, neben vielen anderen Fertigkeiten, im Ausbildungsberuf BlumenbinderIn (offiziell: FloristIn) erlernen.
Selbstverständlich gehören zum professionellen Straußbinden neben der Ausbildung auch ein gewisses Maß an Geschick und ein sorgfältiger Umgang mit Blumen.
Geschichte
Abgesehen von der medizinischen Verwendung, wurden Blumen zuerst als Schmuckgebinde für Opfer- und Grabbeigaben verwendet. Bereits die Ägypter, später die Griechen und die Römer benutzten Blumen zu ihren Gepflogenheiten.
Der Blumenstrauß hat sich erst Anfang- Mitte des 19. Jahrhunderts als eigenständige, bewusst gestaltete Form entwickelt. Gegen Ende dieses Jahrhunderts gewann der private Bereich des Hauses durch den industriellen Aufschwung und der dadurch reicher gewordenen Bürgerschicht an Bedeutung. Der Blumenstrauß wurde zum festen Bestandteil des Bürgertums.
Der Gartenbau war nun keine reine Fürstenangelegenheit mehr und private Firmen etablierten sich. Kunst- und Handelsgärtnereien begannen an die rasch wachsende Käuferschicht ihre Produkte zu vermarkten.Franz Kolbrand schrieb in seinem Buch Europa windet den Kranz:
?Im Wechsel der Weltanschauungen vom mystischen Mittelalter zur sinnenfreudigen Renaissance, dann zum üppigen Überschwang des Barock und zur zarten Eleganz des Rokoko bis zum Impressionismus und Expressionismus wandeln sich wohl Umfang und Vehemenz der ?lockeren Fülle? von Sträußen, immer aber bleibt das natürliche Wesen des lebendigen Grünens und Blühens eigentlicher Sinn aller Darbietung.?
Das natürliche Wesen der Blumen ist ein wichtiger Bestandteil der Weihenstephaner Gestaltung, die an der Staatlichen Fachschule für Blumenkunst in Weihenstephan gelehrt wird.
Straußformen
Bouquet
* Blüten Kopf an Kopf gebunden
* Manschette aus Blättern oder Papier
* Blumen auf Draht montiert
* Drahtstiele mit Papier umwickelt
Langstielige Binderei (auch deutscher Naturstrauß genannt)
* Blumenstiele werden lang gebunden und sind Teil der Gestaltung
* Natürliches Wesen der Blume kommt zum Ausdruck
* Stiele sind im Wasser- lange Haltbarkeit
* seit den 50er Jahren gängige Bindeform
Varianten der Bindetechnik
* Spiralförmig gebunden
* Parallel gebunden
Heute übliche Formen des Straußes
Bild:schlichter_strauss.jpg|Schlichter Strauß
Bild:ueppige_runde_strauss.jpg|Runder Strauß
Bild:Formal_linearer_strauss.jpg|Formal linearer Strauß
Bild:Biedermeier-Strauss.jpg|Biedermeierstrauß
Siehe auch
*Ikebana
qu:Kintu

