Blotting
Als Blotting oder Blotten bezeichnet man ? je nach Technik ? in der Molekularbiologie ein Verfahren zum Nachweis von DNA, RNA oder Proteinen. Der Name leitet sich aus dem englischen "to blot" (klecksen, beflecken, mit Löschpapier abtupfen) ab, was auf die Vorgehensweise anspielt. Die erste Blottingmethode heißt nach ihrem Erfinder Edwin Southern "Southern Blot". Die neueren Methoden wurden als Anspielung und zur Unterscheidung nach den anderen Himmelsrichtungen benannt.Dabei wird eine Substanz (zum Beispiel: DNA, RNA, oder Proteine) von einem Gel (als Resultat einer Gelelektrophorese) auf eine Membran (meist Nitrozellulose) übertragen. Auf der Membran ist anschließend die spezifische Markierung von DNA-Sequenzen durch die Hybridisierung mit komplementären Gensonden möglich.
Man unterscheidet:
*Den Southern Blot (Nachweis spezifischer DNA)
*Den Northern Blot (Nachweis spezifischer RNA)
*Den Western Blot (Nachweis spezifischer Proteine)
Gemeinsames Prinzip
Das zu untersuchende Material wird mittels Gelelektrophorese getrennt. Anschließend wird es auf einen Filter übertragen (Das eigentliche Blotting), und irreversibel fixiert. Im nächsten Schritt wird eine meist radioaktiv markierte Sonde hinzugefügt, die nur an der gesuchten Sequenz haften bleibt. Nachdem man die ungebunden Sonden abgewaschen hat, legt man den Filter auf einen Röntgenfilm. Dieser wird durch die radioaktiven Sonden belichtet, und man kann die Ergebnisse der Elektrophorese interpretieren.

