Langstock
Der Langstock (auch Blindenstock genannt) ersetzt für Blinde als Orientierungsmittel das Sehen im Nahbereich. Zusätzlich ist er ein Erkennungsmerkmal, an dem sie von Sehenden erkannt werden können.
Mit Hilfe des Langstockes können Hindernisse oder Unebenheiten am Boden erkannt werden (mit Hilfe diverser Nutzungstechniken, z.B. der "Pendeltechnik", wird der Gehweg abgetastet) oder Hindernisse in größeren Höhen vor Kontakt bemerkt werden (indem der Stock in schräger Haltung vor sich her getragen wird).
Es werden Stöcke verschiedener Länge eingesetzt, abhängig von der Schrittlänge des Benutzers. Außerdem kann man zwischen verschiedenen Stockspitzen wählen: So gibt es z.B. rollende Kugelspitzen, Marshmallow-Spitzen u.v.m.
Auch in der Bauweise gibt es Unterschiede. Es gibt einteilige Stöcke, die meist aus Kohlefaser bestehen. Außerdem gibt es Teleskop- und Faltstöcke (meist aus Aluminium oder anderen Leichtmetallen), die man zusammenschieben oder einklappen kann. Es gibt auch Stöcke, die man zusammenfalten kann und deren Griff ausziehbar ist.
Der Langstock ist größtenteils weiß und zusätzlich mit Reflektorfolie beklebt, damit er im Dunkeln von anderen Verkehrsteilnehmern besser wahrgenommen werden kann.
Die Kosten für einen Langstock übernimmt nach Absolvierung eines Orientierungs- und Mobilitätstrainings (kurz O&M), in dem man die richtige Benutzung des Hilfsmittels lernt, in Deutschland die gesetzliche Krankenkasse.
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Siehe auch: Tag des weißen Stockes

