Karl Blessinger
Karl Michael Blessinger (21. September 1888 in Ulm; ? 13. März 1962 in Pullach, München) war ein deutscher Komponist, Dirigent und Musikwissenschaftler.Leben
Er war ab 1920 Lehrer an der Münchener_Akademie_der_Tonkunst.
Zur Zeit des 3. Reichs veröffentlichte Blessinger mehrere antisemitische Publikationen mit dem Ziel jüdische Musiker zu diffamieren. Er wird daher im Lexikon der Juden in der Musik von Herbert Gerigk und Theophil Stengel zitiert.
Publikationen
Musikwissenschaftliche Werke
* Studien zur Ulmer Musikgeschichte im 17. Jahrhundert insbesondere über Leben und Werke Sebastian Anton Scherers, in: Ulm-Oberschwaben 19, 1913, S. 1-79
* Hans Pfitzner (Augsburg: Benno Filser Verlag, 1921, 98 S.)
* Grundzüge der musikalischen Formenlehre (Stuttgart : Engelhorn, 1926; 355 S.)
* Melodielehre als Einführung in die Musiktheorie (Stuttgart: Klett, 1930)
* Max Reger und die Orgel, Mitt. MRI 2. Heft (1954), S. 7-11
Musikästhetische Streitschriften
* Die musikalischen Probleme der Gegenwart und ihre Lösung (Stuttgart: Filser, 1919)
* Die Überwindung der musikalischen Impotenz (Stuttgart: Filser, 1920)
Antisemitische Veröffentlichungen
* Mendelssohn, Meyerbeer, Mahler. 3 Kapitel Judentum in der Musik als Schlüssel z. Musikgeschichte d. 19. Jhs. (Berlin: Hahnefeld 1938. 94 S. (Die kulturpolitische Reihe.))
* Judentum und Musik. Ein Beitrag zur Kultur- und Rassenpolitik (Berlin: Hahnefeld 1944)
Weblinks
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• Diese Musik wurde ermordet! Felix Mendelssohn Bartholdy oder eine Geschichte kulturellen Antisemitismus im Deutschland des 19. und 20. Jahrhunderts; Ein Essay von Rainer Hauptmann

