Bleilochtalsperre
|BAUZEIT = 1926 - 1932
|BAUHOEHE =
|TALHOEHE = 55 m
|GRUENDUNGSHOEHE = 65 m
|WASSERHOEHE =
|KRONENHOEHE = 412,00 m
|MAUERVOL = 182.000 m³
|KRONENLAENGE = 205 m
|KRONENBREITE = 7,2 m
|BASISBREITE =
|RADIUS =
|NEIGUNG-LUFT =
|NEIGUNG-WASSER =
|LEISTUNG = 80 MW
|STAUZIEL = 410,00 m
|FLÄCHE = 9,2 km²
|SEELAENGE =
|SEEBREITE =
|SPEICHERRAUM = 215 Mio. m³
|STAURAUM = 217,7 Mio. m³
|EINZUG = 1239,9 km²
|HOCHWASSER = 500 m³/s
|BESONDERHEITEN =
}}
Die Bleilochtalsperre ist eine Gewichtsstaumauer in der Nähe von Gräfenwarth und Schleiz staut 215 Millionen Kubikmeter Wasser der Saale. Damit ist die Bleilochtalsperre der vom Fassungsvolumen größte Stausee Deutschlands. Der Bau erfolgte innerhalb der Notstandsarbeiten des Landes Thüringen. Dazu wurden Arbeitslose aus allen Teilen Thüringens und Sachsens für jeweils sechs Monate beim Bau der Sperre beschäftigt. Zum Bau der Staumauer wurde eigens eine Eisenbahnstrecke errichtet. Als Schleizer Kleinbahn war die elektrisch betriebene Linie noch lange Jahre in Betrieb. Für den Stausee wurden etwa 700 Menschen umgesiedelt. Der 28 Kilometer lange Stausee hat eine Fläche von rund 9,2 Quadratkilometern, deren Größe jahreszeitlich und abhängig vom Pegel leicht schwankt.
Das von der Vattenfall_Europe_AG betriebene Pumpspeicherkraftwerk Bleiloch am Fuß der Staumauer erzeugt 80 Megawatt Spitzenlastenergie. Die durch eine Staumauer aufgestaute Saale bildet das Oberbecken ? die Bleilochtalsperre. Als Unterbecken (Ausgleichsbecken) dient die Talsperre Burgkhammer.
Tourismus
Die Bleilochtalsperre ist heute ein beliebtes Naherholungsgebiet, das vor allem von Freunden des Wassersports und des Wanderns gern besucht wird. Von Saalburg aus, dem wichtigsten Ort direkt am Stausee, dessen untere nun überfluteten Ortsteile im Rahmen der Baumaßnahmen verlegt wurden, kann man die Bleichlochtalsperre mit Passagierschiffen befahren.
Zum Befahren des Stausees mit Motorbooten, deren Leistung 5 PS übersteigt, bedarf es einer Erlaubnis; diese ist im Fremdenverkehrsamt in Saalburg zu erlangen.
Im Gebiet des Stausees werden geführte Wanderungen mit ausgebildeten Naturführern angeboten, z. B. im Raum Saalburg, Zoppoten, Bad Lobenstein, Blankenstein, Harra u. a. Informationen dazu gibt es bei den Naturführern des Naturparks Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale.
Siehe auch
• von Talsperren in Deutschland]
• der größten Stauseen der Erde]
• der Gewässer in Thüringen#Standgewässer|Liste der Gewässer in Thüringen]
Literatur
* Autorenkollegium: Talsperren in Thüringen''. Thüringer Talsperrenverwaltung,1993

