Heinrich Bleichrodt
Heinrich ?Ajax? Bleichrodt (21. Oktober 1909 in Berga, Thüringen; ? 9. Januar 1977 in München) war ein Marineoffizier und einer der erfolgreichsten U-Bootfahrer des Zweiten_Weltkrieges.Leben
Heinrich Bleichrodt trat am 1. April 1933 im Rang eines Fähnrichs zur See in die deutsche Kriegsmarine ein. Er diente auf der Gorch Fock und dem Schweren_Kreuzer Admiral Hipper, bevor er im Oktober 1939 zur U-Boot-Waffe versetzt wurde.
Bleichrodt fuhr als I WO auf dem VII_A Boot U_34 unter Kapitänleutnant Rollmann. Am 4. September 1940 übernahm er von Kapitänleutnant Rösing das Kommando über das VII_B Boot U_48, der Führer der U-Boote West wurde. Mit diesem Boot machte Bleichrodt zwei erfolgreiche Feindfahrten.
Am 21. September 1940 wurde im Wehrmachtsbericht vermeldet: Das unter Führung von Kapitänleutnant Bleichrodt stehende Unterseeboot hat neun Dampfer mit insgesamt 51.862 BRT versenkt.
Am 18. Oktober fand Bleichrodt erneut Erwähnung: Ein Unterseeboot unter Führung vom Kapitänleutnant Bleichrodt ..., hat auf seiner letzten Unternehmung insgesamt 42.000 BRT feindlichen Handelsschiffraum versenkt.
Am 22. Januar 1941 stellte er als Kommandant U_67 (IX_C)
in Dienst. Er gab das Kommando aber schon am 4. Juni 1941 wieder ab, um Kommandant von U_109 (IX_B) zu werden. Mit U 109 unternahm Bleichrodt von Juli 1941 bis Januar 1943 sechs Feindfahrten und konnte dabei 13 Schiffe versenken.
Wegen einer Erkrankung gab Bleichrodt schließlich das Kommando an seinen Ersten Wachoffizier ab. Das U-Boot ging auf der nächsten Fahrt am 4. Mai 1943 verloren. Bleichrodt wurde zur 27. U-Flottille in Gotenhafen versetzt und tat ab Juli 1943 als Taktiklehrer der 2. ULD (U-Boot Lehrdivision) Dienst. Im November 1943 erfolgte die Beförderung zum Korvettenkapitän. Im Juli 1944 übernahm er von Fregattenkapitän Wolfgang Lüth die 22. U-Flottille.
Während des Krieges versenkte Heinrich Bleichrodt insgesamt 27 Schiffe mit zusammen 158.923 BRT und beschädigte drei Schiffe mit 11.594 BRT.
Auszeichnungen
Eisernes Kreuz (1940) 2. und 1. Klasse
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub
** Ritterkreuz (24. Oktober 1940)
** Eichenlaub (23. Oktober 1942)
Siehe auch
Portal:Imperialismus und Weltkriege
U-Boot-Krieg
Liste deutscher U-Boote (1935-1945)
Literatur
* Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: Der U-Boot Krieg 1939-1945. Band 3. Deutsche U-Boot Erfolge von September 1939 bis Mai 1945. Mittler Verlag Hamburg, Berlin, Bonn 2001, ISBN 3-8132-0509-6
* Hirschfeld, Wolfgang, Feindfahrten. Das Logbuch eines U-Boot-Funkers, Neff Verlag, Wien 1982, ISBN 3-7014-0189-6
Weblinks
• uboat.net

