Blei(II)-acetat
| R =
| S =
| MAK = nicht festgelegt
| WGK = 3 ? stark wassergefährdend
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Blei(II)-acetat (Pb(CH3COO)2), ein farbloser kristalliner Feststoff, ist das Blei (II)-Salz der Essigsäure. Neben der wasserfreien Substanz kommt auch ein Trihydrat vor (Pb(CH3COO)2 · 3 H2O). Blei(II)-acetat dient v. a. zur Gewinnung anderer Bleiverbindungen, beispielsweise Bleichromat (Chromgelb) und basischem Bleicarbonat (Bleiweiß). Blei(II)-acetat selbst dient auch als Nachweisreagenz für Sulfide.
Bekannt ist Blei(II)-acetat als Bleizucker, da es süß schmeckt und gut in Wasser löslich ist. Trotz seiner Giftigkeit wurde Bleizucker bis zum 19. Jahrhundert als Zuckerersatz verwendet ? insbesondere wurde Wein damit gesüßt. Der Komponist Ludwig van Beethoven ist wahrscheinlich an einer durch solchermaßen verpanschte Weine verursachten Bleivergiftung gestorben[http://www.pharmazeutische-zeitung.de/fileadmin/pza/2001-30/magazin.htm Pharmazeutische Zeitung zu Beethovens wahrscheinlicher Bleivergiftung][http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/news/11258/index.html Beethoven litt unter Bleivergiftung].
Die berühmten Wasserleitungen im römischen_Reich bestanden innerhalb der Häuser im Wesentlichen aus Bleirohren. Da sich durch die Reaktion mit Kohlensäure im Wasser mit der Zeit eine passivierende Schutzschicht aus Bleicarbonat (PbCO3) über die Leitungen legte, war dies eigentlich unbedenklich.
Allerdings ließen manche Römer an Festtagen die Wasserleitungen mit Wein füllen, worauf sich die Schutzschicht löste und schließlich Bleizucker in großen Mengen entstand.
Quellen
Weblinks
• "Goldregen"-Effekt mit Bleiacetat und Essigsäure

