Hämatom
Ein Hämatom ist eine Blutansammlung aus verletzten Blutgefäßen im Körpergewebe. Ein Hämatom nennt man auch Bluterguss, blauen Fleck oder Veilchen (am Auge).
Hämatome sind meist Blutungsereignisse im subkutanen Bereich, die durch Gewalteinwirkung von außen entstehen, z.B. Stoß, Schlag, Sturz oder nach einer OP. Sie können stark anschwellen und sehr schmerzhaft sein und nehmen im Laufe der Heilung verschiedene Farben an. Die Blutrückstände werden dann vom Körper abgebaut.
Die Phasen sind folgendermaßen zu erklären:
# Rot: die kleinen Gefäße (Kapillare) platzen auf und das Blut (rot durch Hämoglobin) tritt ins Gewebe
# Dunkelrot-Blau: das Blut gerinnt
# Braun-Schwarz: enzymatischer Abbau des Hämoglobins zu Choleglobin/Verdoglobin (Gallenfarbstoff)
# Dunkelgrün: enzymatischer Abbau des Hämoglobins zu Biliverdin (Gallenfarbstoff)
# Gelb-Braun: enzymatischer Abbau des Hämoglobins zu Bilirubin (Gallenfarbstoff)
Durch sofortiges Kühlen der verletzten Stelle kann man den Schmerz und die Ausbreitung eindämmen.
Gefährlich werden Hämatome im Gehirnbereich (siehe Hirnblutung) sowie innere Hämatome, ebenso bei Bluterkrankheit. Hierbei können Hämatome in den tragenden Gelenken (Knie, Sprunggelenk, Hüfte) schon nach kleinen Erschütterungen entstehen.
Beim Krankheitsverlauf des Myelodysplastischen_Syndroms treten am ganzen Körper immer mehr Hämatome auf.
Siehe auch: Knutschfleck, Hämophilie, Gerinnung, Blut, Pferdekuss, Kontusion
Weblinks
• AOK Informationen zum Hämatom

