Efringen-Kirchen
Efringen-Kirchen ist eine Gemeinde im Frankreich bildet. Es ist Teil des Markgräfler Landes.
Nachbargemeinden
Die Gemeinde grenzt im Norden an Bad Bellingen und die Stadt Kandern, im Osten an Schallbach und Fischingen, im Süden an Eimeldingen und im Westen an die französischen Gemeinden Rosenau und Kembs.
Geschichte
Bodenfunde in Efringen-Kirchen bezeugen, dass das Gebiet schon in der Steinzeit und während der römischen und alemannischen Zeit besiedelt war. Urkundlich erstmals erwähnt wurde der Ort Kirchen 815, der Ort Efringen 1113. Kirchen kam 1007 durch Kaiser Heinrich_II. an das Kloster_St._Georgen_im_Schwarzwald. Die badischen Markgrafen erhielten aber bald die Landeshoheit. Efringen unterstand lang dem Kloster_St._Blasien. Trotz Einführung der Reformation durch die markgräfliche Landeshoheit hielt dieses bis zum Reichsdeputationshauptschluss von 1803 an seinen Rechten fest.
Am 8. November 1848 erreichte das Eisenbahnzeitalter den Ort Efringen. An diesem Tage wurde der Abschnitt Schliengen < - > Efringen der Rheintalbahn eröffnet. Am 22. Januar 1851 erfolgte dann die Verlängerung bis Haltingen. Bis zum Versailler Vertrag 1919 hatten beide Gemeinden auch linksrheinische Besitzungen.
Efringen und Kirchen wurden 1942 zur Gemeinde Efringen-Kirchen zusammengeschlossen.
Religionen
Mit Ausnahme der heutigen Ortsteile Huttingen und Istein, die dem Bistum Basel zugehörig waren und daher römisch-katholisch blieben, ist das Gebiet der heutigen Gemeinde seit der Reformation evangelisch geprägt. Heute gibt es drei evangelische Pfarrämter, eine Chrischona-Gemeinde und eine katholische Gemeinde mit Sitz in Istein.
Der Ortsteil Kirchen war durch einen Erlass des Markgrafen seit 1720 ?Judenschutzplatz?. Die jüdische Gemeinde stellte zeitweise ca. 20% der Einwohner des Ortes. Sie wurde durch die Nationalsozialisten zerstört.
Eingemeindungen
• Blansingen, Egringen, Huttingen, Istein, Kleinkems, Mappach, Welmlingen, Wintersweiler.
Ortsteile
= Blansingen
=Die erste urkundliche Erwähnung Blansingens stammt von 1094]. Damals gingen Teile des Dorfes in den Besitz des Klosters [[St. Georgen im Schwarzwald über. 1464 ging der Ort an die Markgrafen von Hachberg-Sausenberg über.
= Egringen
=Bereits 758 wurde Egringen erstmals unter dem Namen "Aguringas" urkundlich erwähnt. Ein Großteil des Ortes kam schon vor der ersten Jahrtausenwende an das Kloster St. Gallen. Im 14. Jahrhundert kam der Ort an die Markgrafen, die die Herren von Grünenberg belehnten.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind zudem die Zehntenscheuer, das alte Schulhaus, das Stapflehuus, das Milchhüsli, die alte Mühle und das Rathaus.
= Huttingen
=Als letzter Teilort wurde Huttingen erst 1274 erstmals urkundlich erwähnt. Er gehörte damals den Markgrafen von Hachberg. Diese traten die Oberherrschaft 1365 an das Hochstift_Basel/'>Bistum Basel/'>Hochstift Basel ab. Erst durch die Herrschaft Rötteln.
= Wintersweiler
=909 wurde Wintersweiler erstmals urkundlich erwähnt. Es gehörte später ebenfalls zur Herrschaft Rötteln. Aber bereits 1386 erwarben die Markgrafen von Hachberg-Sausenberg den Ort.
Politik
Gemeinderat
# CDU 41,8% (-1,9) ? 11 Sitze (+1)
# FDP/DVP 25,4% (+0,7) ? 6 Sitze (+1)
# SPD 19,2% (-3,4) ? 5 Sitze (=)
# GRÜNE 13,6% (+4,6) ? 3 Sitze (+1)
Wappen
Das Wappen besteht links aus einem nach rechts schauenden stehenden goldenen Löwen im roten Feld und einem roten Baselstab auf weißen Grund in der rechten Hälfte. Während der Löwe die Herrschaft Rötteln symbolisiert, steht der Baselstab für das frühere Hochstift Basel. Damit nimmt das Wappen Bezug auf frühere Besitzverhältnisse.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Efringen-Kirchen liegt an der Rheintalbahn (Mannheim?Basel). Der Ausbau der Rheintalbahn erfolgt derzeit (2006) unter anderem durch die größte Einzelbaumaßnahme der Deutschen Bahn, den Katzenbergtunnel, der durch die Gemarkung Efringen-Kirchens verläuft.
Regionalzüge der DB Regio AG halten an den Bahnhöfen Kleinkems, Istein und Efringen-Kirchen.
Die Bundesautobahn A_5 (Alsfeld ? Weil am Rhein) und die Bundesstraße B_3 (Buxtehude ? Weil am Rhein), die das Gemeindegebiet durchqueren, binden Efringen-Kirchen an das überregionale Straßennetz an.
Bildung
Neben der Grund-, Haupt- und Realschule Efringen-Kirchen verfügen Egringen, Istein und Kleinkems über eine reine Grundschule. Für die jüngsten Bewohner stehen sechs kommunale und zwei evangelische (in Egringen und Wintersweiler) Kindergärten zur Verfügung.
Außerdem besteht in Efringen das Ernst-Mach-Institut für Kurzzeitdynamik der Fraunhofer-Gesellschaft.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
In der Alten Schule ist ein Gemeindemuseum untergebracht.
Bauwerke
Die Kirche in Blansingen verfügt über Fresken aus der Zeit um 1440. Die St. Gallus-Kirche in Egringen stammt teilweise sogar aus dem 13. Jahrhundert.
Persönlichkeiten
Georges Köhler, Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 1984
Ehrenbürger
• [[Hermann Burte] (1879 ? 1960), deutscher Dichter und Maler.
Weblinks
• Ortsteil Istein
• Historische Kirche in Blansingen

