Black Or White
Black Or White ist ein Lied von Michael Jackson. Es ist eine Singleauskopplung aus seinem Album Dangerous. Komponiert und geschrieben wurde das Lied von Michael Jackson. Der Rap-Text stammt von Bill Bottrell. Die E-Gitarre im Hintergrund wird von Slash gespielt. Black Or White übermittelt die Botschaft, dass Menschen aller Hautfarben gleich sind. Dieses Lied wurde in vielen Ländern der Welt ein Nummer-Eins-Hit. Es ist auch als Remix unter dem Namen Black Or White (C&C House / Club Mix) erschienen.
Das Musikvideo war auch sehr beliebt. Wahrscheinlich deswegen, weil hier erstmals in einem Musikvideo die damals neuartigen, teuren Morphing-Effekte benutzt wurden. Die Produktionskosten von Black Or White waren noch höher als die von Thriller, dem bis dahin teuersten Musikvideo der Welt. Michael Jackson brach also damit seinen eigenen Rekord. Und im Jahr 1995 wird er diesen Rekord nochmals mit dem Musikvideo Scream brechen. Die Regie führte John Landis, der auch schon bei Thriller Regie führte. Das Black Or White-Video konnte aber nicht ganz an den großen Erfolg von Thriller anknüpfen. In der Handlung des Musikvideos spielen die verschiedenen Völker der Erde eine wichtige Rolle. Es vermittelt also wie das Lied eine anti-rassistische Botschaft.
Handlung des Musikvideos
Es sieht für den Zuschauer so aus, als würde er vom nächtlichen Himmel auf eine Stadt runter fliegen, und danach "fliegt" er durch die Straßen in ein Haus rein. In diesem Haus sieht sich ein Mann (gespielt von George Wendt) gerade ein Baseballspiel im Fernsehen an, seine Ehefrau (gespielt von Peggy Lipton) liest Zeitung. Die laute Rockmusik ihres Sohnes stört sie so sehr, dass der Vater beschließt seinen Sohn (gespielt von Macaulay Culkin) dafür zu tadeln. Er geht hoch in sein Zimmer und brüllt ihn an, dass es viel zu laut sei und er um diese Uhrzeit ins Bett gehöre. Als der Vater die Tür beim rausgehen zuknallt, fällt das eingerahmte Michael-Jackson-Poster des Jungen runter. Der Junge holt seine E-Gitarre raus, geht zu seinen Eltern runter, dreht den Verstärker voll auf und spielt so laut auf der Gitarre, dass die Fensterscheiben zerspringen und sein Vater mitsamt Sessel durch die Decke aus dem Haus rausfliegt.
Er landet erst wieder in der afrikanischen Steppe, wo die Eingeborenen sich gegen Löwen verteidigen. Dann erscheint dort plötzlich Michael Jackson, der mit den Eingeborenen tanzt.
Dann gehen sie in einen weißen Raum rein und die Eingeborenen verschwinden aus dem Bild. Es tauchen südostasiatische Tänzerinnen auf.
Die Tänzerinen verschwinden wieder und Indianer tauchen auf. Plötzlich befindet sich Michael im Wilden_Westen, mitten in einem Kampf zwischen zwei Indianerstämmen.
Es fährt ein Auto durch das Bild und Michael steht mit einer indisch aussehenden Frau an einer stark befahrenen Straße einer Großstadt. Er liest eine Zeitung (die im Lied besungene Saturday Sun) und zerknüllt sie danach, um sie wegzuwerfen.
Plötzlich fällt Schnee und Michael ist jetzt in Russland, wo mit ihm einige Tänzer in russischer Tracht vor einem Gebäude mit Zwiebeltürmen tanzen.
Die Kamera entfernt sich von Michael und den Tänzern und es sieht aus als hätte sich dieser verschneite Ort in einer Schneekugel befunden. Mit dieser Schneekugel spielen ein schwarzes und ein weißes Baby. Diese Babys sitzen auf dem Planeten Erde.
Jetzt wird wieder Michael Jackson eingeblendet. Er steht vor einer Feuerwand. Man kann danach auch einen Panzer erkennen und es sind Explosionen zu hören. Damit ist der Krieg gemeint, Michael singt mit wütender Stimme dazu, dass er "die Nase voll von diesem Zeug hat".
Danach steht Michael mit schwarzen und weißen Kindern vor einem Haus. Macaulay Culkin ist auch wieder da. Macaulay hat die für Rapper typischen Utensilien um: eine Sonnenbrille, eine Goldkette und ein verkehrt herum aufgesetztes Basecap. Es sieht so aus als würde er den Rap sprechen, was aber nicht wirklich so ist, wie man an der Stimme hören kann.
Michael steht auf der Fackel der Freiheitsstatue. Die Sehenswürdigkeiten anderer Länder scheinen ganz nahe zu sein, wie z. B. Big Ben oder der Eiffelturm.
Jetzt kommen die berühmten Morphing-Effekte, die hier einen Menschen in einen Menschen anderer Hautfarbe verwandeln lassen. Das passiert jetzt mehrmals hintereinander.
Jetzt wird noch kurz der Filmset gezeigt.
Der Panther Dance
Nach dem eigentlichen Musikvideo kommt in der vollen Version von Black Or White noch der Panther Dance. Er sorgte für Empörung bei einigen Zuschauern, weil Michael Jackson sich dort beim Tanzen in den Schritt fasst, den Reißverschluss seiner Hose öffnet und mehrmals aggressiv Scheiben zerschlägt.
Handlung:
Ein Panther läuft knurrend eine Treppe runter, danach verwandelt er sich in Michael Jackson. Ein Scheinwerfer geht an. Michael tanzt. Aus einer Mülltonne springen Katzen, vor denen er etwas erschreckt. Michael ist plötzlich in der leeren Straße einer nächtlichen Stadt. Der Wind weht ihm ins Gesicht. Er tanzt wieder. Michael tritt dabei in eine Pfütze und danach zertritt er auch noch eine Flasche. Im Hintergrund ist immer wieder Applaus zu hören. Er steigt auf ein Auto, zerschlägt viele mit rassistischen Sprüchen verschmierte Scheiben, schreit und tanzt weiter. Michael geht vor ein Hotel. Danach fällt er mit den Knien in eine Pfütze. Er spritzt das elektrisch beleuchtete Schild vor ihm nass. Es steht jetzt in Flammen. Michael zerreißt sein Hemd und schreit. Danach geht er auf allen Vieren und verwandelt sich zurück in einen Panther.
Parodien
Das hessische Komikerduo Badesalz hat eine Parodie auf Black Or White gemacht. Es gibt sogar ein Musikvideo dazu. Der Text ist derselbe, bloß mit einem deutschen Akzent ausgesprochen. Statt der E-Gitarre ist im Hintergrund ein Blech-Blasorchester zu hören.

