Blühende Landschaften
Der Begriff Blühende Landschaften war die bildhafte Vision des deutschen Bundeskanzlers Helmut Kohl als ökonomische Zukunftsperspektive bzw. Versprechen für die damals so genannten ?neuen_Bundesländer?.
Helmut Kohl verwendete den Begriff u. a. in seiner Fernsehansprache zur Einführung der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland am 1. Juli 1990. Inzwischen bezeichnen die Medien weite Landstriche der ehemaligen DDR als ökonomische Steppe. Es gibt allerdings einige Gebiete, so genannte Hochleistungsregionen, die deutlich stärker industrialisiert bzw. wirtschaftlich erfolgreicher sind: Optische Industrie um Jena, Automobilbau um Leipzig, Tourismus an der Ostsee, Halbleiterindustrie um Dresden.
Nachdem die Natur sich stillgelegte Industrielandschaften und Rangierbahnhöfe zurückerobert hat, wird der Begriff immer häufiger in anderem Sinn verstanden, nämlich als Sinnbild für die Deindustrialisierung Ostdeutschlands.
Blühende Landschaften ist auch der Titel einer regelmäßig in der Frankfurter_Allgemeinen_Sonntagszeitung erscheinenden Glosse des in Dresden gebürtigen Journalisten Peter_Richter, die sich mit dem Verhältnis zwischen alten und neuen Bundesländern auseinandersetzt, sowie eines Buches des gleichen Autors zum gleichen Thema.
Siehe auch
Aufbau Ost

