Blücher-Orden
Der Blücher-Orden ist ein nicht vergebener Kriegsorden der DDR.Er sollte in der DDR für 'Tapferkeit im Kriege' in den Stufen Gold, Silber und Bronze verliehen werden. Er war nach Gebhard Leberecht von Blücher, einem preußischen Generalfeldmarschall (auch: Marschall "Vorwärts") benannt, der in der Neujahrsnacht 1814 im Krieg gegen Napoléon Bonaparte die Rheingrenze überschritten hatte.
Der Blücher-Orden wurde am 13. Oktober 1965 vom damaligen Staatsratsvorsitzenden der DDR Walter Ulbricht gestiftet und erlosch mit dem Ende der DDR im Jahr 1990. Ulbricht hatte zuvor in einer Rede am 5. Mai 1965 erklärt, dass eine Wiedervereinigung Deutschlands nur in Form eines sozialistischen Staates möglich sei. Den Blücher-Orden sollten in Anlehnung an die Rheinüberschreitung Blüchers jene Soldaten der NVA erhalten, die als erste die Rheinlinie erreichten.
Der Blücher-Orden wurde nie verliehen, da die DDR nie aktiv an Kriegshandlungen teilnahm. Für den Ernstfall hatte die NVA aber bereits kistenweise Blücher-Orden gelagert. Diese wurden unter Geheimhaltung vom VEB Präwema in Markneukirchen gefertigt, wo auch die Prototypen unter Verschluss lagen. Die Existenz des Ordens wurde weithin erst zur Wende bekannt. Exemplare des Ordens sind heute im Militärhistorischen_Museum in Dresden ausgestellt.

