Bläck Fööss
|Gründung = 1970
|Auflösung =
|Neugründung =
|Genre = Schlager, Schlager, Rock, Pop
|Website = http://www.blaeckfoeoess.de
|Besetzung1a = Karl Friedrich ?Kafi? Biermann (seit 1995)
|Besetzung1b = Gesang, Gitarre, Percussion
|Besetzung2a = Ralph Gusovius (seit 1994)
|Besetzung2b = Schlagzeug, Akkordeon, Gesang
/'>Besetzung3a = Günther ?Bömmel? Lückerath
|Besetzung3b = Gitarre, Piano, Synthesizer, Akkordeon, Gesang
}}
Die Bläck Fööss sind eine Kölner Mundart-Musikgruppe.
Bandgeschichte
Vor 1970 spielten die Mitglieder der Bläck Fööss in diversen Beat-Formationen, bevor sie als Stowaways ihre endgültige Besetzung fanden. Auf Karnevalsbällen spielte die Gruppe die Hits der Beatles, der Kinks und der Hollies, doch es gab natürlich auch Nachfrage nach Karnevalsliedern, und so entschloss man sich, auch auf Kölsch zu singen. Graham Bonney, mit dem die Band im Studio arbeitete, schlug ihnen vor, einen dieser Titel aufzunehmen. Doch die Band wollte ihren guten Namen als Beat-Gruppe nicht riskieren und so erfand man den Namen De Bläck Fööss (Die nackten Füße) als Parallelnamen, weil er sowohl Kölsch als auch Englisch klang. Die Single Rievkooche-Walzer (Reibekuchen-Walzer) verkaufte sich 2.000 Mal. Ihr zweiter Titel Drink doch eine met wurde von allen Plattenfirmen abgelehnt, weil man englische gesungene Songs haben wollte. Schließlich veröffentlichte die Firma BASF in Ludwigshafen den Titel, der sofort ein Publikumserfolg wurde; kurze Zeit später bekam die Band einen Plattenvertrag vom Label EMI Electrola angeboten.
Bald war die Gruppe bei Karnevalssitzungen und -bällen sehr gefragt, nur die konservativen Karnevalsgesellschaften waren durch das Äußere der Gruppe irritiert: langhaarig, in Jeans und barfuß, um dem neuen Bandnamen gerecht zu werden (was man später wegen der Verletzungsgefahr durch Glasscherben wieder aufgab), tauchten die Bläck Fööss mit E-Gitarren und Verstärkern auf den traditionellen Karnevalsveranstaltungen auf.
Repertoire
In den 1970er und 1980er Jahren waren die Bläck Fööss die musikalischen Superstars des Kölner Karnevals. Zu ihren erfolgreichsten Stücken zählen M?r losse d?r Dom en Kölle, Et Spanien-Leed, In unserem Veedel und Drink doch eine met, die Evergreens geworden sind.
Die Gruppe wird oft als Karnevalsband angesehen; ihr ausgedehntes Repertoire, das zu großen Teilen von Hans Knipp getextet wurde, umfasst jedoch eine Mischung aus Schlager und Pop und schließt auch Titel aus dem Jazz, Blues, Rock oder Reggae ein. Eine besondere Spezialität der Künstler sind ihre parodistischen A-cappella-Beiträge, wie z. B. die Coverversion von Herbert Grönemeyers "Männer".
Dabei zeigen die Bläck Fööss auch mit vielen ihrer Lieder, die sie im Karneval spielen, dass Frohsinn nicht besinnungslos sein muss: Titel wie De Mama kritt schon widder e Kind, die Bundeswehr-Ballade Am Arsch der Welt oder das historische Kackleed waren den Offiziellen zu direkt. Einige Songs der Bläck Fööss sind auch Coverversionen, deren Originale etwa von Ladysmith Black Mambazo, den Beatles, Hollies oder Willi Ostermann stammen.
Zudem widmen sich die Bläck Fööss in ihren Liedern auch ernsten Themen. So erzählt zum Beispiel das Lied Edelweißpiraten vom Schicksal der Kölner Widerstandsgruppe im Dritten_Reich. Mit Titeln wie Unser Stammbaum bezieht die Gruppe klar Position gegen Ausländerfeindlichkeit, was sie auch durch ihren Auftritt im Jahr 1992 beim Konzert gegen rechte Gewalt Arsch huh, Zäng ussenander unterstrichen.
Die Bläck Fööss gehören innerhalb der breitgefächerten Kölner Musikszene zu den bekanntesten Bands. Ihr soziologischer Verdienst besteht darin, dass sie in einer Zeit, da der Dialekt verpönt schien, Lieder in Kölner Mundart texteten und mit liebevoll-kritischen Texten ein Mosaik ihrer Heimatstadt Köln zeichneten. Ihr Publikum repräsentiert einen Querschnitt durch die Gesellschaft, ein Phänomen, das durch den hohen Identifizierungsgrad ihrer Texte erklärbar ist: die darin gezeichneten Situationen sind für jedermann nachvollziehbar. Das Attribut ?Zille auf Kölsch? trifft die künstlerische Qualität der Bläck Fööss vielleicht am besten.
Im August 1985 konnten sie mit dem Lied Frankreich, Frankreich ihren größten Hitparadenerfolg verbuchen. Es landete auf Platz 9 der deutschen Charts.
Zusammensetzung der Band
In den mehr als drei Jahrzehnten ihres Bestehens haben die Bläck Fööss nur wenige personelle Veränderungen vorgenommen. So ersetzte zu Beginn der achtziger Jahre der Keyboarder Willy Schnitzler seinen Vorgänger Dieter ?Joko? Jaenisch, der seit Beginn der Gruppe dabeigewesen war, einzig mit einer Unterbrechung von 1974 bis 1977. In dieser Zeit spielte Rolf Lammers die Keyboards, der später als Studiomusiker und Mitglied der Band LSE bekannt geworden ist.
Der spektakulärste Wechsel erfolgte 1994, als sich der damalige Frontmann Tommy Engel nach längeren - hauptsächlich künstlerischen - Differenzen von der Gruppe trennte und fortan u.a. bei LSE (Lammers, Steffen, Engel) und solo auftrat. Engel-Nachfolger wurde ?Kafi? Biermann, der durch seinen Vater, einem Organisten in der Kirchengemeinde Flierich in Bönen, musikalisch vorbelastet ist.
Im Zuge der Umbesetzung wurden die Bläck Fööss um den Schlagzeuger und Sänger Ralph ?Gus? Gusovius erweitert, der zuvor schon lange als Studiomusiker mitgewirkt hatte.
Nach der Session 2005 verließ Willy Schnitzler die Gruppe, weil er wegen Arthrose in den Händen Keyboard und Akkordeon nicht mehr bedienen konnte. Sein Nachfolger ist Andreas Wegener, der als Profimusiker bereits mit verschiedenen namhaften Musikern zusammengearbeitet hat.
Bildergalerie
Bild:Bf1.jpg/'>Konzert in Düsseldorf
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Diskografie
* Rievkooche Walzer (1970)
* Drink doch eine met (??)
* Kölle bliev Kölle (1973)
* Op bläcke Fööss noh Kölle (1974)
* Die Abenteuer des Wilderers Walter (1975)
* Lück wie ich un du (1975)
* 21 Wagen (1976)
* Bei uns doheim (1976)
* Links eröm, rächs eröm (1977)
* Mer han 'nen Deckel (1978)
* Wä op Zack es (1978)
* Uns Johreszigge (1979)
* D'r Rhing erop d'r Rhing eraf (1980)
* Wenn et jöck, dann weed et Zick (1981)
* De Bläck Fööss Live ? live (1981)
* Morje, Morje (1982)
* Immer wigger (1983)
* Mir klääve am Lääve (1984)
* Frankreich, Frankreich (1985)
* Em richtije Veedel (1985)
* Heimweh Nach Köln (1985)
* Schöne Bescherung (1985)
* Zweierlei Fööss (1986)
* Endlich frei! (1987)
* Pänz, Pänz, Pänz (live) (1987)
* Was habst du in die Sack? (1988)
* Mer losse d´r Dom in Kölle (1988)
* Live im Millowitsch-Theater (1989) (Mit Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band)
* Nix es ömesöns (1991)
* A Cappella (1993)
* Rheinhotel (1994)
* Roxy (1996)
* Schönes Wochenende (1998)
* Loss mer uns verdrare (2000)
* 30 Jahre Bläck Fööss (2000)
* Best Of...zum Fiere (2001)
* K-BF 33 (2002)
* Best Of...zum Dräume (2003)
* Kölsche Weihnacht (2003)
* Rut un Wiess (2004)
* Usjebomb (2005)
* Do laach et Hätz, do jrins die Fott (2006)
Literatur
* Matthias Becker (Hrsg.): Bläck Fööss - schwatz op wiess: 124 Lieder in Wort und Bild; Texte, Hintergründe, Kommentare, Kölsch-Lexikon, Chronik, Diskografie. Gerig-Musikverlage, De Bläck-Fööss-Musikverlag, Bergisch Gladbach Bensberg, 2000, 152 Seiten, kartoniert, ISBN 3-87252-312-0
Weblinks
• Offizielle Webpräsenz
• Informationen über die Bläck Fööss
ksh:Bläck Fööss

