Bibliothek des Litterarischen Vereins in Stuttgart
Die Bibliothek des Litterarischen Vereins in Stuttgart (kurz BLVS oder BLV, seltener StLV) ist eine Buchreihe mit Ausgaben hauptsächlich deutscher Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, die 1842 begründet wurde und bis heute in unregelmäßiger Folge erscheint.Der 1839 von Stuttgarter Regierungs- und Kulturbeamten gegründete namengebende Litterarische Verein hatte weltweit fördernde Mitglieder, u. a. zahlreiche Staatsoberhäupter, Professoren und Bibliothekare. Treibende Kraft der ?Bibliothek? war der Tübinger Professor Adelbert von Keller (1812-1883), der ab 1849 auch die Präsidentschaft des Vereins übernahm. Über die Edition der Buchreihe hinaus entfaltete der Verein keine Vereinstätigkeit. 1920 hörte der Verein auf zu existieren, die Buchreihe wurde jedoch mit dem alten Namen ab 1922 vom Verlag Anton Hiersemann (zunächst Leipzig, seit 1955 Stuttgart) fortgeführt. Beim Verlag G. Olms (Hildesheim) sind Reprints von vergriffenen Bänden der Reihe erhältlich.
Viele gemeinfreie Editionen der Reihe liegen heute an verschiedenen Stellen (vor allem bei Google Book Search) digitalisiert im Internet vor.
Innerhalb der BLVS erschienen u. a. wissenschaftliche Ausgaben der Mentelin-Bibel und der Zimmerischen_Chronik sowie Gesamtausgaben der Werke von Hans Sachs, Jörg Wickram, Andreas Gryphius und Johann Christian Günther. Neuere Großprojekte sind die Editionen der Werke von Martin Opitz und Anton_Ulrich_Herzog_zu_Braunschweig_und_Lüneburg.
Für einen Großteil der Editionen (Bd. 24?266) wählte der Verein für seinen Namen die Schreibweise Litterarischer Verein, in der Frühzeit und seit 1925 (Bd. 267) ist die Schreibweise Literarischer Verein.
Bandübersicht
Die folgende Liste enthält bibliographische Angaben zu den einzelnen Bänden und weist frei verfügbare Digitalisate nach. Die Digitalisate der University of Michigan beruhen auf den Scans von Google, enthalten jedoch zusätzlich unkorrigierten, automatisch erstellten Volltext. Beide Angebote sind mit ungenügenden Metadaten ausgestattet, da in einem Buch zusammengefasste Bände oft nur mit dem ersten Band bibliographisch erfasst wurden. In diesen Fällen wurde eine seitengenaue Verlinkung angestrebt. Ansonsten können solche Bände auch durch Blättern in den verlinkten Digitalisaten gefunden werden.
Achtung: Mit ?Google (USA)? bezeichnete Weblinks enthalten nur beim Abruf aus den USA oder mittels eines in den USA gelegenen Proxyservers vollständige Digitalisate.
Für mit ?Michigan (S)? bezeichnete Links gilt das Gleiche. Ohne US-Proxy bieten sie keinen Scan, aber Suchmöglichkeiten im Volltext.
Literatur
• Artikel im Neuen Anzeiger für Bibliographie und Bibliothekwissenschaft, Ausgaben bis 1857
*Hermann Fischer: Der Literarische Verein in Stuttgart-Tübingen. In: Die Geisteswissenschaften, 1. Jg. 1914, S. 1073-1075
*Hans Widmann: Tübingen als Verlagsstadt. (= Contubernium; Bd. 1). Mohr, Tübingen 1971, ISBN 3-16-933021-7, S. 214-216
Weblinks
• Verlag A. Hiersemann
• Reprints beim Verlag G. Olms
• Bibliografie (Uni Heidelberg, PDF)

