Bitz
Bitz ist eine Gemeinde im Zollernalbkreis im Regierungsbezirk Tübingen in Baden-Württemberg (Deutschland).
Geografie
Geografische Lage
Die Gemeinde liegt auf der Hochfläche der Schwäbischen_Alb (Südwestalb) zwischen 850 und 930 m über NN.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Gemeinde Bitz, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt: Burladingen, Neufra (Landkreis Sigmaringen), Winterlingen und Albstadt
Klima
Das Klima selbst ist typisch für eine Ortschaft auf der Schwäbischen Alb. Verhältnismäßig lange Winter und ein meist kurzer, aber dafür heißer Sommer mit einem ausklingenden goldenen Herbst.
Dennoch sticht die Gemeinde durch einige Besonderheiten heraus. So wurde am 1. März 2005 an der Wetterstation Bitz/Degerfeld die kälteste jemals in Baden-Württemberg gemessene Temperatur von -36,1°C verzeichnet. Gleichzeitig konnten sich die Bitzer aber über 1887 Sonnenstunden freuen und wohnen somit an einem der sonnenreichsten Orte in ganz Deutschland.
Geschichte
Bereits in vor- und frühgeschichtlicher Zeit, d.h. der Steinzeit, Jungsteinzeit und Bronzezeit ist das Gebiet um das heutige Bitz Jagd- und Weideland. Aus der Hallstattzeit finden sich erste Siedlungspuren.
In der Antike führte, von Laiz an der Donau über Winterlingen kommend und weiter über HermannsdorfKarl Theodor Zingeler: Fundberichte aus Hohenzollern. B. Hügelgräber. 3. Hügelgräber bei Hermannsdorf. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte und Alterstumkunde in Hohenzollern. 26. Jahrgang 1892/93. S. 62-75, hier S. 69. Liehnersche Hofdruckerei. Sigmaringen 1893, eine Römerstraße, zum Kastell Burladingen an den so genannten Alblimes. Funde römischer Goldmünzen an der ?Dorfhülbe? beim heutigen Hindenburgplatz sind Zeugnis dieser Zeit. Die Römer nutzten damals eine Wasserstelle neben der Straße. Aus der lateinischen Bezeichnung für Zisterne ?pucio? (ital.: puzzo) leitet sich nicht nur ?Pfütze? sondern auch der heutige Ortsname ?Bitz? ab. Scheu: Ortschronik von Bitz. Oberamt Balingen. 1910
Um 260 n. Chr. kamen die Alamannen und aus ?pucio? wurde ?butzio?.
Im Frühmittelalter werden die Ländereien rund um das heutige Bitz zu Lichtensteiner Herrschaft. Sie nannte ?ihr Dorf? ?Bütze?.
Die Bewohner von Bitz wurden erstmals 1337 auf einer Urkunde des Klosters_Beuron als Bützer erwähnt.
Am 5. November 1386 verkauft Schweickhardt von Lichtenstein Bitz für 210 Pfund an die Stadt Ebingen.
Im Dreißigjährigen_Krieg wird Bitz total verwüstet, sodass 1641 die restlichen Überlebenden nach Ebingen ziehen
1648 beginnen 65 Leute mit dem Wiederaufbau in Bitz.
Um 1750 entsteht das erste Privatgewerbe. Viele Strumpfweber arbeiten für Ebinger Meister.
Um 1779 wird Bitz immer wieder von Krankheiten getroffen, etwa 9 bis 11 Personen sterben jährlich an den Pocken.
Im Jahre 1786 sterben 31 Menschen am ?hitzigen Fieber? (vgl. Schweißfieber), die Chronik vermerkt ?Die dem Tode entgangenen blieben oft in schrecklicher Weise entstellt, blind, taub oder des Gebrauchs ihrer Glieder beraubt?.
Am 26. September 1832 kauft sich Bitz für 23.000 Gulden von Ebingen frei. Die Bauern verschulden sich hoch, leben jetzt aber in einer eigenständigen Gemeinde.
1878 wird ein Nadelwerk (später Groz-Beckert) in Bitz gegründet.
Der Ort wächst immer weiter, 1971 finden 802 Leute Arbeit in der Nadelfabrik.
1975 kann sich Bitz erfolgreich gegen eine Eingemeindung nach Ebingen verweigern.
1994 schließt die Nadelfabrik in Bitz. Viele Arbeiter werden in Ebingen weiterbeschäftigt.
Politik
Wappen
Das Wappen von Bitz zeigt unter einem goldenem mit einer liegenden schwarzen Hirschstange belegtem Schildhaupt in Blau ein silberner Adlerflügel.
Der weiße Schwanenflügel auf blauem Grund wurde von den Lichtensteiner in ihrem Schild geführt und wurde ab 1958 zum Gemeindewappen.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Die Landesstraße L 448 verbindet die Gemeinde mit Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich auf der Wabengrenze 336/337.
Ansässige Unternehmen
Wie in der Umgebung, so findet sich auch in Bitz vor allem Textilindustrie.
Anmerkungen
Weblinks
• Offizielle Internetseite der Gemeinde

