Magnesiumcarbonat
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Magnesiumcarbonat, MgCO3, kommt in der Natur in großen Mengen als Magnesit oder Bitterspat(MgSO4 *H2O) vor mit der Härte 4 - 4 1/2. Es ist neben Antacidum.
Das neutrale Magnesiumcarbonat geht, besonders in der Wärme, in basisches Magnesiumcarbonat über, 2MgCO3·3H2O ? MgCO3·Mg(OH)2·2H2O + CO2.
Magnesiumcarbonat ist zusammen mit Calciumcarbonat (Kalk) der Hauptbestandteil der Wasserhärte.
Verwendung als Zusatzstoff von Lebensmitteln
E 504 - Magnesiumcarbonat
Magnesiumcarbonat ist gesundheitlich unbedenklich.
Große Mengen können jedoch abführend wirken.
Verwendung beim Geräteturnen und Klettern
Magnesiumcarbonat wird unter der Bezeichnung Magnesia oder Chalk (englisch für Kreide) von Gerätturnern und Kletterern verwendet, um die Griffigkeit der Hände zu erhöhen und den auftretenden Handschweiß zu trocknen. Es ist in gepresster Blockform, als lockeres Pulver und neuerdings auch flüssig in Alkohol gelöst (der Alkohol verdunstet sofort) erhältlich. Im Klettersport wurde es erstmals von John Gill verwendet.
In manchen Klettergebieten ist die Verwendung von Magnesia aus unterschiedlichen Gründen nicht gestattet oder zumindest nicht erwünscht:
* Umweltschutz (basisches Klima ist schädlich für bestimmte Organismen)
* Optische Beeinträchtigung der Felsoberfläche (weiße Flecken an den Felsen)
* Langfristige Veränderung der physikalischen und chemischen Eigenschaften des Felses (Reduzierung der Reibung, chemische Umwandlung der Mineralien)
Magnesit-Feuerfest-Produkte
Vor allem in der Stahl- und Eisenindustrie (Stahlgießpfannen oder Elektroöfen), aber auch in der Zement- oder Glasindustrie (Auskleidung von Drehrohröfen oder Glasschmelzöfen) sind Feuerfestmaterialien aus Magnesit unabdingbar. Der weltweit größte und bedeutendste Hersteller ist die RHI AG, die aus dem Veitsch-Radex-Konzern hervorging. Das Stammwerk mit der dazugehörenden Magnesitlagerstätte befindet sich auf der Millstätter Alpe in Radenthein / Kärnten.

