Apti Bisultanov
Apti Bisultanov (1959 in Goitschu, Tschetschenien) ist ein tschetschenischer Dichter.Seit Herbst 2002 lebt er im Exil in Berlin. Sein 5000 Einwohner zählendes Heimatdorf wurde im März 2000 von der russischen Invasionsarmee dem Erdboden gleich gemacht.
Er studierte Philologie und arbeitete als Philologe und Dozent. In der Zeit der Unabhängigkeit war er Vizepremier von Tschetschenien. Gegen díe russische Armee kämpfte er als Partisan.
1992 erhielt er für sein Poem "In Chaibach verfasst", das den Opfern der Deportation unter Stalin gewidmet ist, den tschetschenischen_Nationalpreis.
2003 erhielt er in Rotterdam den Preis der Stiftung "Poets of all Nations"; auf der Leipziger Buch-Messe stellte er 2004 den im Kitab-Verlag (Klagenfurt-Wien) erschienenen Gedichtband "Schatten eines Blitzes" (tschetschenisch-deutsch) vor.
Ende März 2007 wurde sein Asylantrag abgelehnt, wobei die Begründung auf den Wert der Menschenrechte abhebt (die schon zur Amtszeit des Antragstellers von Rußland mißachtet wurden), womit der eigentliche Grund (keine Belastung der Energie-Charta Verhandlungen mit Rußland) allerdings nicht verborgen werden kann.
Werke
* Apti Bisultanov: Schatten eines Blitzes (Gedichte, Deutsch-Tschetschenisch), Kitab-Verlag, Klagenfurt-Wien 2004
* Apti Bilsultanov mit Sabine Amina Richter: Wer ist der Größte, tschetschenische Märchen, Provinz Verlag Brixen 2005. ISBN 88-88118-26-8

