Bistum Osnabrück
{| border="0" cellpadding="2" cellspacing="1" style="float:right; empty-cells:show; margin-left:1em; margin-bottom:0.5em; background:#FFDEAD;"! colspan="2" | Karte
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! colspan="2" | Basisdaten
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| Bischof: /'>| Theodor Kettmann
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|| Erzbistum: /'>| Pfarreien: /'>| 240 (1. Januar 2007)
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| Einwohner: /'>| 2.107.000 (31. Dezember 2004)
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| Niedersachsen und Bremen (ohne die Gebiete nördlich der Lesum / Bremen Nord und Bremerhaven - die zum Bistum Hildesheim gehören).
Geschichte des Bistums
Das Bistum Osnabrück wurde um 780 - über die genaue Datierung gehen die Forschungsmeinungen auseinander - von Karl_dem_Großen gegründet. Es war eines der Missionsbistümer im Sachsenland. Der erste Bischof war der heilige Wiho. Sein Gebiet umfasste die Länder zwischen der Ems und Hunte und war der Erzdiözese Köln unterstellt. Unter den Bischöfen Osnabrücks im Mittelalter war am bedeutendsten Benno_II. (1068-88), ein treuer Parteigänger König Heinrichs_IV. Unter Franz von Waldeck (1532-1553), der zugleich Bischof von Minden und Münster war, fand die Reformation in Osnabrück Eingang. Es bildete sich im Bistum, auch in den politisch zum Hochstift Münster gehörenden Teilen, ein gemischtkonfessionelles Kirchenwesen heraus, das sich als katholisch betrachtete, aber wesentliche Elemente aus dem Lutheranismus übernahm, die der übrige Katholizismus bekämpfte. Dies änderte sich erst 1623, als Eitel_Friedrich_von_Hohenzollern nach seiner Wahl zum Bischof die Gegenreformation durchzusetzen begann. Im weiteren Verlauf des Dreißigjährigem Krieges war das Bistum zeitweilig von Truppen der Liga und der Union sowie dänischen und schwedischen Truppen besetzt. Erst der Westfälische_Friede brachte die eindeutige konfessionelle Zuordnung für das Niederstift Münster. Im Hochstift Osnabrück verteilte sich die Konfession dagegen weitgehend auf die Kirchspiele, die dann aber der dogmatischen Folge der jeweiligen Konfession verpflichtet wurden. Dies gilt auch für die Kirchspiele, die von beiden Konfessionen genutzt wurden.
Gemäß den Bestimmungen nach Artikel XIII des Westfälischen_Friedensvertrags und der Beschlüsse auf dem Reichstag zu Nürnberg von 1650, wurde in einer ?Immerwährenden Kapitulation? (Capitulatio perpetua osnabrugensis) die Landesherrschaft abwechselnd von einem katholischen, vom Domkapitel gewählten Bischof und einem lutherischen Bischof ausgeübt, der vom herzoglichen Haus Braunschweig-Lüneburg benannt wurde. Während der Regentschaft eines lutherischen Bischofs wurden die kirchlichen Befugnisse über die katholische Geistlichkeit und die katholischen Einwohner des Hochstifts vom Erzbischof von Köln ausgeübt. Die freie Religionsausübung der jeweils anderen Konfession war in der "Immerwährenden Kapitulation" geregelt. Letzter Fürstbischof von Osnabrück war Friedrich August, Herzog von York und Albany, der zweite Sohn Georgs III. von England und britischer Feldmarschall. Friedrich August wurde 1763 schon im Alter von 196 Tagen von seinem Vater zum weltlichen Fürstbischof von Osnabrück bestimmt. Wie alle geistlichen Gebiete wurde das Hochstift Osnabrück 1803 verweltlicht und zum Fürstentum Osnabrück erklärt. Als katholischer Bischof von Osnabrück wurde Karl von Gruben eingesetzt, der von 1803 bis 1827 amtierte.
Nach 1824 (Zirkumskriptionsbulle Impensa Romanorum Pontificum) bildeten nur noch die westweserischen Teile von Hannover das Bistum.
1930 kamen die vornehmlich lutherisch geprägten "Norddeutschen_Missionen" zum Bistum. Zum Bistum gehörten jetzt der Teil der Provinz Hannover, der westlich der Weser lag, sowie die Umgebung von Twistringen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein sowie Mecklenburg, bis 1965 auch Schaumburg-Lippe. Nach 1973 wurden die in der DDR gelegenen Teile des Bistums von einem "Apostolischen Administrator" verwaltet, als "Bischöfliches Amt Schwerin". Die katholische Kirche in Mecklenburg war seitdem direkt dem Papst unterstellt, das Gebiet gehörte kirchenrechtlich aber weiterhin zum Bistum Osnabrück.
1995 wurde das Erzbistum Hamburg gegründet, nahezu völlig aus Teilen des damaligen Bistums Osnabrück (Ausnahmen sind die südelbischen Teile Hamburgs, die zum Bistum Hildesheim gehörten). Dadurch blieben nur die niedersächsischen Teile sowie die Stadt Bremen beim Bistum Osnabrück. Es hat nunmehr eine Fläche von rund 12.500 km² und rund 581.000 Katholiken in 256 Kirchengemeinden.
Im Rahmen des so genannten Perspektivplans 2015 bereitet sich das Bistum mit Hilfe eines dialogischen Weges auf die Zukunft vor. So wird neben dem bisherigen Modell des Gemeindeverbundes auch ein so genannter "Pastoraler Raum", der rechtliche Zusammenschluss bisher selbständiger Kirchengemeinden, möglich sein. Zum 1. Januar 2006 entstand der erste Pastorale Raum "St. Christophorus" in Stolzenau (Landkreis Nienburg) durch den Zusammenschluss des bisherigen Gemeindeverbundes der kath. Kirchengemeinden in Stolzenau, Liebenau, Steyerberg und Uchte. Weiterhin hat der Priesterrat eine Verkleinerung von 16 auf zehn Dekanate beschlossen. Dies wurde zum 1. Januar 2007 umgesetzt.
Kathedrale und Kirchen des Bistums
Kathedrale
Kathedrale des Bistums ist der Dom St. Peter in Osnabrück. Er wurde von etwa 1995 bis 2004 grundlegend renoviert.
Weitere bedeutende Kirchen
* Pfarrkirche St. Vincentius Haselünne (Dreischiffige, spätgotische Hallenkirche)
* Pfarrkirche St. Jakobus in Sögel (Urpfarrei des Hümmlings seit 800 n.Chr.)
* Domkirche St. Martinus Haren (Neubarocker Kuppelbau, "Emslanddom")
* Ehem. Stiftskirche und heutige Pfarrkirche St. Johann Osnabrück
* Propsteikirche St. Vitus Meppen (dreischiffige spätgotische Sandsteinkirche)
* Propsteikirche St. Johann Bremen
Pfarr-_und_Klosterkirche_Herz-Jesu_Handrup
* Alte Pfarrkirche St. Vitus Bokeloh (älteste Kirche des Emslandes)
Schloss-_und_Pfarrkirche_St._Clemens in Bad Iburg
* Pfarrkirche St. Katharina Fürstenau (innerhalb der Schloßanlage)
* Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Johannes Lage-Rieste in Rieste ( Hl. Kreuz aus dem 14. Jahrhundert; barocke Ausstattung: www.kkg-lagerieste.de )
Pfarr-_und_Wallfahrtskirche_St._Johannes in Rulle
* Domkirche St. Nikolaus Ankum (Pfarrkirche, "Artländer Dom")
* Alte Pfarrkirche St. Alexander Wallenhorst
* Pfarrkirche St. Alexander Bawinkel
Klosterkirche Christkönig (expressionistisch) und Pfarrkirche St. Georg Thuine (gotisch)
Bistumsleitung
Derzeitiger Bischof ist Dr. Franz-Josef Bode. Weihbischof ist Theodor Kettmann, Generalvikar Theo Paul.
Das Domkapitel besteht aus einer Dignität und acht Kapitularen:
• Msgr.]_Dr._Uchte und St. Marien Steyerberg. Die vier Gottesdienststandorte bleiben bis auf weiteres bestehen.
22. Juni 2006: Die Kirchengemeinden St. Barbara und Herz Jesu in Osnabrück werden der Dompfarrei St. Petrus zugeordnet. Die Gottesdienststandorte und Kindergärten St. Barbara und Herz Jesu bleiben bis auf weiteres bestehen.
1. Januar 2007: Die 16 Kirchengemeinden in der Stadt Bremen werden zu 5 neuen Kirchengemeinden (Propstei St. Johann, St. Katharina, St. Raphael, St. Franziskus, St. Marien) zusammengelegt.
Weblinks
* http://www.bistum-osnabrueck.de/
* http://www.kirchenbote.de/ Wochenzeitung des Bistums
* http://www.lwh.de/ Ludwig-Windthorst-Haus, Katholisch-Soziale Akademie des Bistums

