Bistum Magdeburg
{| border="0" cellpadding="2" cellspacing="1" style="float:right; empty-cells:show; margin-left:1em; margin-bottom:0.5em; background:#FFDEAD;"! colspan="2" | Karte
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|-
! colspan="2" | Basisdaten
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| Bischof: /'>| Dr. Altbischof: /'>| Erzbistum: /'>| Dekanate: /'>| 10
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| km²
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| Einwohner: /'>| ca. 2.700.000 (31. Dezember 2004)
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| Diözese in Sachsen-Anhalt. Außerdem gehören Teile des Bistums zu den Bundesländern Brandenburg und Sachsen. Bischofskirche ist die Kathedrale Sankt_Sebastian in Magdeburg. Kennzeichnend ist die Situation als Bistum in der Diaspora.
Geschichte
Erzbistum Magdeburg
Das alte Erzbistum Magdeburg entstand 968 unter Otto_dem_Großen als Vorposten des ostfränkisch-deutschen Reichs gegen die Slawen und wurde aus Gebieten der Diözesen Halberstadt und Merseburg geschaffen. Schutzpatron dieses Erzbistums war der heilige_Mauritius. Als Suffragane wurden dem Metropoliten die Nachbarbistümer Havelberg, Naumburg, Merseburg und Meißen unterstellt. Neben seiner Stellung als Metropolit einer großen Kirchenprovinz, war der Erzbischof auch noch Primas Germaniae. Von seiner Bedeutung im Hochmittelalter zeugt der Magdeburger Dom.
Seit 1476 geriet das Erzbistum, dessen Residenzort von 1503 bis 1680 Halle (Saale) war, immer weiter in Abhängigkeit zu Brandenburg und Sachsen. Dies wurde in der Reformationszeit besonders spürbar, da sich das reformatorische Geschehen einerseits vor allem auf dem Territorium des Erzbistums abspielte und verdeutlicht sich andererseits in der Person des Erzbischofs von Magdeburg und Mainz Albrecht_von_Brandenburg. Seit 1541 endgültig in die Hände des Hauses Brandenburg gefallen, stand das Erzbistum seit 1566 unter der Aufsicht protestantischer Administratoren. Erst im Verlauf des Dreißigjährigen_Krieges erhielt es vorübergehend noch einmal einen katholischen Erzbischof, doch war an eine Rekatholisierung der Bevölkerung im Erzbistum nicht mehr zu denken. Der Westfälische_Frieden (1648) sprach das Territorium des Erzstifts Magdeburg, also den weltlichen Besitz des Erzbischofs von Magdeburg, als Herzogtum Magdeburg dem Kurfürsten von Brandenburg zu. Diese Bestimmung trat nach dem Tod des letzten Administrators, Herzog August von Sachsen-Weißenfels aus dem Haus der sächsischen Wettiner, im Jahre 1680 in Kraft. Mit der Säkularisierung des Erzstift Magdeburg fand auch das Erzbistum sein endgültiges Ende.
Burggrafschaft Magdeburg
* Siehe: Liste der Burggrafen von Magdeburg
Bistum Magdeburg
Im 20. Jahrhundert war das heutige Bistum der Ostteil des Erzbistums_Paderborn. Da eine Verwaltung des in der DDR liegenden Gebietes jedoch von Paderborn aus nicht möglich war, wurde dort am 23. Juli 1973 ein Bischöfliches Amt errichtet, dessen Jurisdiktion dem Bischof und Apostolischen_Administrator in Magdeburg, Johannes Braun, übertragen wurde. Dieses Bischöfliche Amt gehörte zwar offiziell zum Erzbistum Paderborn und der Apostolische Administrator war dementsprechend auch nur als Weihbischof dort tätig, doch entwickelte es sich faktisch zu einem eigenständigen Bistum. Nach der Resignation von Bischof Johannes Braun wird der Leiter des Seelsorgeamtes in Magdeburg, Leo Nowak, 1990 zum Apostolischen Administrator in Magdeburg ernannt.
Das heutige Bistum Magdeburg wurde am 8. Juli 1994 vom Erzbistum Paderborn abgetrennt und zu einem eigenständigen Bistum erhoben. Es gehört der Kirchenprovinz Paderborn an. Zum ersten Bischof des Bistums wurde der damalige Apostolische Administrator in Magdeburg, Bischof Leo Nowak, ernannt.
Am 17. März 2004 endete die Amtszeit von Bischof Leo Nowak. Papst Johannes Paul II. hatte das Rücktrittsgesuch angenommen, zu dem ein Bischof der römisch-katholischen Kirche gem. Can. 401 §1 CIC verpflichtet ist, wenn er sein 75. Lebensjahr erreicht. Weihbischof Dr. Gerhard Feige, der während der Sedisvakanz die Geschicke des Bistums als Diözesanadministrator leitete, wurde am 23. Februar 2005 vom Papst zum neuen Bischof von Magdeburg ernannt. In sein Amt eingeführt wurde er am 16. April 2005 in der Bischofskirche Sankt Sebastian in Magdeburg.
Aktuell
Im Rahmen der Familienwallfahrt des Bistums Magdeburg zur Huysburg am 4. September 2005 gab Bischof Gerhard Feige den Startschuss zur Bildung von 44 Gemeindeverbünden. Die bisherigen Pfarrgemeinden, -vikarien und -kuratien sollen in einem Prozess bis spätesten 2010 zusammenwachsen und dann zu neuen Pfarreien erhoben werden.
Bis zum 28. Oktober 2006 wurden 26 Gemeindeverbünde errichtet. Die übrigen Gemeindeverbünde werden in absehbarer Zeit entstehen.
Bistumspatron
Der Patron des Bistums Magdeburg ist der Heilige Norbert von Xanten.
Bistumsgliederung
Das Bistum Magdeburg, ein Suffraganbistum des Erzbistums_Paderborn, gliedert sich in die zehn folgenden Dekanate.
thumb|Katholische_Kirche_Wittenberg
Dessau
Egeln
Eisleben
Halberstadt
Halle (Saale)
Magdeburg
Naumburg-Zeitz
Stendal
Torgau
Wittenberg
Kirchliche Einrichtungen
Bistumsarchiv
Max-Josef-Metzger Str. 1
39104 Magdeburg
Klöster
Benediktinerkloster_Huysburg
Franziskanerkloster Halberstadt
Franziskanerkloster Halle
Prämonstatenserkloster Magdeburg
Zisterzienserinnenkloster_Helfta
Bildungs- und Tagungshäuser
Roncallihaus Magdeburg
Konrad-Martin-Haus Bad Kösen
* Jugenhaus St. Michael Roßbach
* Familienferienstätte St. Ursula Kirchmöser, Brandenburg an der Havel
* Familienbildungsstätte Naumburg
* Forsthaus Eggerode
* Waldhaus Dubro
Bildung
= Schulen
=Die Schulen des Bistums Magdeburg befinden sich in Trägerschaft der Edith-Stein-Schulstiftung.
Grundschulen
* St. Hildegard, Haldensleben
* St. Franziskus, Halle (Saale)
• St. Martin, Oschersleben
* St. Mechthild, Magdeburg
Gymnasien
* Liborius-Gymnasium, Dessau
* Elisabeth-Gymnasium, Halle (Saale)
* Nobertus-Gymnasium, Magdeburg
= Katholische Theologie
=* Institut für Katholische Theologie und ihre Didaktik, Philosophische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle (Saale)
* Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt (bis 2002 Mitträger)
Priesterseminar Erfurt (Mitträger)
= Erwachsenenbildung
=* KEB Magdeburg
* KEB Halle
= Gemeindepastoral
=* Fachakademie für Gemeindepastoral
= Akademie
=Katholische Akademie Halle
= Kircheneigene Firmen
=Die bistumseigene Gero AG, Magdeburg wurde am 21. Juni 1993 gegründet und firmiert als Muttergesellschaft der GERO Gruppe (Bistum Magdeburg: 100% Aktionär).
Gero Gruppe, Magdeburg (Gründung Oktober 2002) mit 3 Tochterfirmen: Siedlungswerk St. Gertrud Bau- und Projektmanagement GmbH, Siedlungswerk St. Gertrud Wohn- und Immobilienservice GmbH, Gero Beteiligungsgesellschaft.
Zur Gero AG gehört auch der Biotech-Campus in Gatersleben - einem Zentrum der Agrogentechnik-Forschung.
Direkt daneben ist das Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung, welche die wichtigste deutsche Sammlung alter Sorten beherbergt und vermehrt. Diese Genbank für Kulturpflanzen lagert über 150.000 Saatgutmuster.
Verbände
Folgende katholische Verbände sind im Bistum Magdeburg aktiv:
• der deutschen katholischen Jugend] (BDKJ)
• Katholischer Unternehmer] e.V. (BKU)
• im Bistum Magdeburg
*Katechetenverein]_(DKV)
•_
*Du_und_Ich_-_Mütter-_und_Familienkontakte_e._V.
•_
• Katechetenverein] (DKV)
• Pfadfinderschaft Sankt Georg] (DPSG)
*Du und Ich - Mütter- und Familienkontakte e. V.
• im Bistum Magdeburg und im Land Sachsen-Anhalt e.V.
*[[Katholische Arbeitnehmer-Bewegung] (KAB) Diözesanverband Magdeburg
*Katholisches Blindenwerk Ost e.V.
• Frauengemeinschaft Deutschlands] (kfd)
• Junge Gemeinde] (KjG) Diözesanverband Magdeburg
• Studierende Jugend] (KSJ)
• Hilfsdienst|Malteser Hilfsdienst e. V.]
*Malteser Jugend des Malteser Hilfsdienst e.V.
• Marriage Encounter]
Siehe auch
• der Bischöfe von Magdeburg]
• der Erzbischöfe von Magdeburg]
• der katholischen Bistümer]
• der ehemaligen katholischen Bistümer]
• der Titularbistümer]
Literatur
* Gustav Hertel (Bearb.): Die ältesten Lehnbücher der Magdeburgischen Erzbischöfe. (= Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete; Band 16). Hendel, Halle 1883 ([http://www-gdz.sub.uni-goettingen.de/cgi-bin/digbib.cgi?PPN507840305 Digitalisat])
* H. Michaelis / E.W. Peters (Hrsg.): Magdeburger Bischofschronik. Janos Stekovics, Dößel 2006. ISBN 9783899231328.
Weblinks
• Gero AG
• KjG Magdeburg
• Jugenhaus St. Michael Roßbach
• Waldhaus Dubro

