Augsburg-Bismarckviertel
Das Bismarckviertel ist ein Stadtteil von Augsburg. Es gehört zu dem _Planungsraum_I. Augsburg-Innenstadt und bildet zusammen mit dem Bahnhofsviertel den 3. Stadtbezirk. Die Einwohnerzahl liegt bei etwa 6.000 Einwohner.Geographie
Die Grenzen des Bismarckviertels zu anderen Stadtbezirken:
* im Nordwesten die Stettenstrasse - Stadtteil Beethovenviertel
* im Nordosten das Rote Tor - Stadtteil Ulrichsviertel
* im Osten die Inverness Allee (Schleifenstrasse) - Stadtteil Spickel
* im Süden die Bahnlinie Augsburg - München - Stadtteil Hochfeld
* im Westen die Hermannstrasse - Stadtteil Bahnhofsviertel
Geschichte
Das Augsburger Bismarckviertel entstand Ende des 19.Jahrhunderts südlich des Hauptbahnhofes. Damit gilt das Bismarckviertel als relativ junger Stadtteil. Die größten Bebauungen fanden nach Abbruch des Gögginger Tors und den angrenzenden Stadtmauern
statt. Zuvor war der Augsburger Hauptbahnhof komplett von der restlichen Stadt abgeschnitten). Nach dem Abbruch fanden die Bauherren eine große Fläche bis zu den Bahnlinien vor. Man ließ für die bessere Mittelschicht neue moderne Gebäude errichten. Der Baustil reichte dort von der Gründerzeitarchitektur bis hin zum Jugendstil. In der Alpenstrasse finden sich zwei von dem schillernden Augsburger Architekten Karl Albert Gollwitzer geplante Häuser. Merkmal der Gebäude und des ganzen Viertels bis heute sind die sehenswerte Giebel der Häuser. In kräftigen und auffallenden Farben wurden die Häuser gestrichen. Das Bismarckviertel galt zur Zeit seiner Bebauung als das beste Viertel der Stadt. Der Name des Stadtteiles kam jedoch erst später Zustande.
Die Namensbezeichnung entstand zur Ehre Ottos_v._Bismarck der Augsburg 1892 besuchte. Nicht nur der Stadtteil selber hieß ab dahin "Bismarckviertel" sondern auch eine Straße sowie eine Bahnbrücke.
Bismarckviertel-heute
thumb|rightt|250px|Bismarckstrasse_in_nördliche_Richtung
Das Bismarckviertel hat sich als beliebtes Wohnviertel der Augsburger Mittelschicht entwickelt und ist auch, dank seiner vergleichsweise niedrigen Preise, für München Pendler sehr interessant geworden. Die nähe zum Hauptbahnhof spielt hierbei natürlich auch eine Rolle. Während des Zweiten Weltkriegs musste das Bismarckviertel aufgrund seiner Nähe zum Hauptbahnhof schwere Zerstörung durch Luftangriffe erleiden. Jedoch konnte das Viertel dank aufwendiger Bebauung den Stil seiner Erstbebaung beibehalten. Einer der wenigen Neubauten in diesem Stadtteil ist die Zentrale der IHK Schwaben, die ihren repräsentativen Bau in der Stettenstraße errichten ließen. In den Räumen der IHK befindet sich eine Daueraustellung des Augsburger Künstler Wolfgang Lettl.
Jüdisches Leben in Augsburg
Das Bismarckviertel war wie die angrenzenden bahnhofsnahen Viertel von vielen jüdischen Familien bewohnt. Jüdische Ärzte und Geschäftsmänner ließen sich hier ihre schönen Häuser errichten. Schließlich wurde im benachbarten Bahnhofsviertel 1914 eine Synagoge im syrischen Stil errichtet. Während des Dritten Reiches flohen die meisten Juden jedoch ins Ausland. Mittlerweile lässt sich das jüdische Leben nur noch durch Ausstellungen, am besten in der Augsburger Synagoge nachvollziehen.
Sehenswürdigkeiten
* Gebäude im Gründerzeit- und Jugendstil
* Ausstellung des Künstler Lettl im IHK Gebäude

