Bismarck-Häuschen
Das Bismarck-Häuschen in Göttingen ist der letzte noch erhaltene Turm des äußeren mittelalterlichen Befestigungsringes. Es wurde 1447 als Teil der Befestigungsanlage erbaut. Es diente 1831-32 einem später sehr Prominenten als Studentenwohnung: dem späteren Reichskanzlers Otto von Bismarck. Er studierte ab 1832 Rechtswissenschaften in Göttingen und war dort Mitglied im Corps_Hannovera. Der damals 17jährige Jurastudent hatte dieses romantische Domizil am Rande der Stadt nicht freiwillig gewählt. Man hatte ihn behördlicherseits wegen mehrfachen groben Unfugs (Trinkgelage, Rauferei, Duellieren, Tabakrauchen auf der Straße) aus der Innenstadt verbannt. Bis dahin wohnte er in der Roten Straße 27. Das Bismarck-Häuschen liegt direkt außerhalb des südlichen Stadtwalls um die Göttinger Innenstadt am Leine-Kanal, der hier durch den Wall in die Innenstadt führt. 1931 wurde das Häuschen als Bismarckerinnerungsstätte umgebaut und mit zeitgenössischer Möblierung als kleines Museum eingerichtet, was man an bestimmten Tagen besichtigen kann. 1986 wurde es renoviert und mit Dachgauben ausgestattet.
Siehe auch: Liste_verbindungsstudentischer_Begriffe

