Bischof von Rom
Der Bischof von Rom ist der Leiter der römischen Ortskirche und damit, nach römisch-katholischer Lehre, auch das Oberhaupt der universalen_Kirche. Der Bischof von Rom wurde seit der Spätantike wie andere Bischöfe auch mit dem Ehrentitel Papa (Vater, deutsch: Papst) bezeichnet.
Die christliche Gemeinde der Stadt Rom führt in ihrer Bischofsliste an erster Stelle den Apostel Petrus. Überliefert (und in den ersten Jahrhunderten unbestritten) ist außerdem dessen Martyrium und Grab in Rom (am vatikanischen_Hügel).
Daher verstehen sich die Bischöfe von Rom seit ältester Zeit als Nachfolger des Apostelsprechers und Inhaber des Petrusamts gemäß Matthäus 16,18. Dieser Ehrenvorrang der Päpste, prinzipiell von vielen Kirchen und Konfessionen anerkannt und im Can. 6 des Konzils_von_Nicaea als Gewohnheit bezeichnet, ist in seinem dogmatischen und rechtlichen Umfang jedoch von Anfang an Gegenstand innerchristlicher Kontroversen. Das Dogma, dass der Bischof von Rom auch der einzige Rechtsnachfolger von Petrus ist und von daher diese Leitungsfunktion über die ganze Kirche "erbt", ist nur in der römisch-katholischen Kirche anerkannt.
Kathedrale des römisch-katholischen Erzbistum Rom ist St._Johann_im_Lateran, dort ist auch der Sitz des Päpstlichen Kardinalvikars und seiner Behörde.
Beobachter stellten fest, Papst_Benedikt_XVI. nenne sich seit seinem Amtsantritt bevorzugt Bischof von Rom oder Nachfolger Petri und nur sehr selten Papst, wie dies noch sein Vorgänger in der Regel getan hatte.
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