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Bisacodyl ist der internationale Name eines Arzneistoffes aus der Gruppe der Darmträgheit verschrieben, insbesondere auch bei neurologisch bedingter. Chemisch ist Bisacodyl ein Abkömmling von Diphenylmethan und wurde zunächst 1953 wegen seiner strukturellen Ähnlichkeit zu Phenolphtalein als Abführmittel eingesetzt. Es wird als Generikum unter seinem eigenen Namen verkauft, nachdem es lange Zeit nur als Dulcolax® erhältlich war.

Anwendung


Bisacodyl ist erhältlich als Dragees oder Zäpfchen. Als Zäpfchen tritt die Wirkung nach 15 bis 30 Minuten, als Dragee nach 6 bis 10 Stunden ein.

Wirkungsweise


Bisacodyl hat unterschiedliche Wirkorte, je nach Anwendungsweise. Als Zäpfchen wirkt es nur im Enddarm, während es, oral eingenommen, zunächst über den enterohepatischen_Kreislauf in den Dickdarm gelangt und dort von Bakterien zu Diphenolen umgesetzt wird. Die Umsetzungsprodukte führen zu einer erhöhten Motilität des Darms und bewirken, dass durch den schnelleren Transport dem Darminhalt weniger Wasser entzogen werden kann. Aus dem Umweg über die Leber erklärt sich der spätere Wirkungsbeginn und die weiter reichende Wirkung bei oraler Gabe. Der genaue Wirkmechanismus bei Anwendung als Suppositorium ist dagegen unklarFlig E, Hermann TW, Zabel M.: Is bisacodyl absorbed at all from suppositories in man? Int J Pharm. 196/1/2000 S. 11-20. PMID 10675703.

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