Birkesdorf
200px|thumb|Die_Kirche200px|thumb|Der_Altbau_des_Marienhospitals
200px|thumb|Die_Ortsdurchfahrt
Birkesdorf ist ein Stadtteil der Kreisstadt Düren in Nordrhein-Westfalen.
Lage
Der größte Dürener Stadtteil hatte am 31. Dezember 2005 insgesamt 8.147 Einwohner und liegt im Norden der Stadt. Der Übergang vom alten Stadtgebiet zu Birkesdorf ist nicht mehr sichtbar.
Nachbarorte sind die alte Stadt Düren, Mariaweiler, Hoven, Huchem-Stammeln und Arnoldsweiler.
Birkesdorf liegt an der Rur.
Geschichte
Frühzeitliche Funde lassen auf eine Besiedlung Birkesdorf zur Zeit der Franken schließen. Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird der Ort 1126 als Birkensthorp. Die Wasserburg wird 1365 erstmals als Wohnsitz der Ritter von Birkesdorf erwähnt. Das Schloss wurde 1794 zerstört und nicht mehr ausgebaut.
Neugliederung
Durch das Aachen-Gesetz wurde das Amt Birkesdorf zum 31. Dezember 1971 aufgelöst. Huchem-Stammeln kam zur Gemeinde Niederzier. Der reiche Industrieort wurde zum 1. Januar 1972 nach Düren eingemeindet. Im ehemaligen Rathaus ist heute das städtische Tiefbauamt beheimatet.
Krankenhaus
Eines der drei Dürener Krankenhäuser befindet sich in Birkesdorf, das Marienhospital.
1876 stiftete Wilhelm Schüll der Gemeinde ein "Haus für notleidene Kranke", das jetzige St. Marien-Hospital. Es wurde von der Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen aus Salzkotten betrieben. Das Krankenhaus wurde baulich ständig erweitert und hat heute 381 Betten. Bekannt ist das Krankenhaus hauptsächlich durch seine Kinderklinik.
Industrie
Ludwig Peill errichtete 1790 schon die Schoeller-Mühle.
1814 gründete Johann Schüll in Birkesdorf eine Papierfabrik, die Fingerhutsmühle. Ein Jahr später begann er mit der Tuchherstellung. Schüll war der größte Mäzen des Ortes.
1912 wurde in Birkesdorf die Firma Isola-Werke AG (von Isolator) gegründet, die heute als Isola GmbH unter anderem Platinen herstellt.
Am Ortsrand befindet sich das Verbandsstoffwerk der Firma Paul_Hartmann_AG.
Früher gab es am heutigen Autobahnzubringer eine Ziegelei. Sie wurde in den 1960er Jahren geschlossen.
1879 zog die Teppichfabrik von Philipp Schoeller nach Birkesdorf. Die Fabrik heißt heute ANKER-TEPPICHFABRIK GEBRÜDER SCHOELLER GMBH & CO. KG.
Seit 1992 residiert in der ehemaligen Metalltuchfabrik in der Nordstraße 102 die EDV-Technologiefirma AnNoText GmbH (Text- und Datenverarbeitung für Rechtsanwälte und Notare) zusammen mit ihren Tochterfimen DictaPlus (Sprachverarbeitung) und SOCO (Internetprovider).
Vor wenigen Jahren errichtete Bertelsmann ein großes Auslieferungslager im Gewerbegebiet.
Im gleichen Gewerbegbiet hat hood.de, Deutschlands größtes kostenloses Internetauktionshaus, seinen Sitz.
Direkt an der A 4 im Gewerbegebiet befindet sich die Firma Gebäudedienste Peterhoff.
Vereine, Vereinigungen
In Birkesdorf gibt es viele Vereine,den Karnevalsverein Club Löstige Jonge 1951/58 Birkesdorf e.V., den Birkesdorfer Turnverein 1864 e.V., den FC Viktoria Birkesdorf 03 e.V., die Schützenvereinigung und Bruderschaft St. Petrus 1845 Birkesdorf e.V., den Karnevalsverein KG Ackerjonge 1966 e.V., das Blasorchester Birkesdorf, den Handballverein JSG Birkesdorf/Roetgen, den Posaunenchor Birkesdorf, den Karnevalsverein BKG Grieläächer Birkesdorf, die Kultur- und Brauchtumsfreunde Birkesdorf, die Maigesellschaft Birkesdorf 1985 und das Tambourcorps Einigkeit Birkesdorf 1926 e.V..
Verkehr
Personennahverkehr
Die Dürener Eisenbahn nahm am 1. April 1893 die rund 2,8 Kilometer lange Bahn für den Güterverkehr zwischen Düren und Birkesdorf in Betrieb. Die erste Personenbeförderung folgte ein Jahr später am 1. Juni 1894. Am 9. September 1897 erhielt man die Konzession für den Personenverkehr und den Weiterbau der Bahn in Richtung Inden. Der Bahnverkehr wurde am 30. Juni 1965 endgültig eingestellt. Vielen bleibt der "feurige_Elias" in Erinnerung, der die Bahnwagen mitten durch den Ort über die Hauptstraße zog.
Die Dürener Kreisbahn fährt den Ort mit verschiedenen Buslinien an, z.B. den Linien 205, 206, 209 und 216.
Straßen
Am Rande von Birkesdorf verläuft die Bundesstraße 56. Sie trennt als Autobahnzubringer den Ort von einem großen Gewerbegebiet.
Die Bundesautobahn 4 verläuft in Ost-West-Richtung am Ort vorbei. Die Abfahrt bei Birkesdorf heißt DÜREN.
Sport
2006 fand in Birkesdorf zum 18. Mal der Isola Rur 5-Brückenlauf, ein Volkslauf, statt.
Außerdem gibt es in Birkesdorf einen besonders in der Jugend erfolgreichen Handballverein. Die männl. C- und B-Jugend sowie die weibliche C-Jugend des TV Birkesdorf spielen in der Oberliga, welche in diesen Alterklassen die höchste deutsche Liga darstellt.
Schulen
In Birkesdorf gibt es die katholische Grundschule Birkesdorf und die Gemeinschaftshauptschule Birkesdorf.
Feuerwehr
Im Ort gibt es eine Löschgruppe der Freiwilligen_Feuerwehr_Düren. Sie ist mit einem Löschgruppenfahrzeug 16, einem Vorausrüstwagen und einem Mannschaftstransportfahrzeug ausgestattet. Die Löschgruppe besteht zur Zeit aus 23 Mitgliedern und einer Jugendfeuerwehr, die aus 15 Mitgliedern besteht.
Die Löschgruppe hat jedes Jahr ca. 80 Einsätze zu bewältigen.
Sie bildet mit der Löschgruppe Arnoldsweiler den Löschzug 3 der
Freiwilligen Feuerwehr Düren.
Kirchen
Im Ort gibt es ein evangelisches Gemeindezentrum und die katholische Pfarre St. Petrus.
Das katholische Gotteshaus wurde 1963 am jetzigen Standort neu errichtet.
Sonstiges
Birkesdorf hat eine große Festhalle, in der viele, auch überörtliche, Veranstaltungen stattfinden.
Direkt an der Rur liegt ein Freizeitpark mit einem Minigolfplatz, dem einzigen in Düren.
Berühmt wurde Birkesdorf durch den Hit der Bläck Fööss, den Buuredanz (Bauerntanz), in dem ein Tanzvergnügen in Birkesdorf besungen wird.
Persönlichkeiten
Rudolf Henke, (1954-), Mitglied des Landtages
Hans Iven, (1928-1997), Mitglied des Bundestages
Kurt Martin (1946-), Gewerkschafter
Weblinks
• Das Marienhospital

