Niels Birbaumer
Niels Birbaumer (11. Mai 1945 in Otten, Tschechien) ist ein deutscher Psychologe und Neurobiologe.Leben
Birbaumer studierte ab 1963 an der Universität Wien Psychologie. Zwischen 1966 und 1969 promovierte er dort über Elektroenzephalografie bei Blindgeborenen. Nach einer Anstellung an der Universität_München wurde er 1975 Professor an der Universität_Tübingen. 1993 wechselte er dort von der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften zur Medizinischen Fakultät, wo er seither das Institute of Medical Psychology and Behavioral Neurobiology (Institut für medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie) sowie das Zentrum für Magnetoenzephalographie (MEG) leitet. Birbaumer hatte zudem bereits zahlreiche Professuren im Ausland inne.
Forschung
Birbaumers Forschungsinteressen sind breit gefächert. Unter anderem beschäftigt er sich mit neuronaler_Plastizität und Lernen, mit Aspekten der Epilepsie, der Parkinsonschen_Krankheit und Schmerzerkrankungen. Niels Birbaumer forscht auch an Gehirn-Computer-Schnittstellen (Brain-Computer Interfaces, BCI), die es ermöglichen sollen, ohne Nutzung der Gliedmaßen Informationen zwischen dem Gehirn und Maschinen auszutauschen. Diese Forschung soll es etwa Patienten im Endstadium der Amyotrophen_Lateralsklerose (ALS) ermöglichen, trotz vollständigen Körperlähmung mit ihrer Umwelt zu kommunizieren.
Preise und Auszeichnungen
1995 wurde Birbaumer mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis ausgezeichnet.
2000 erhielt er die Wilhelm-Wundt-Medaille der Deutschen_Gesellschaft_für_Psychologie.
Werke
* Niels Birbaumer, Robert F. Schmidt: Biologische Psychologie. 6., vollständig überarbeitete und ergänzte Auflage. Berlin: Springer, 2005. ISBN 3540254609
Weblinks
• Homepage von Niels Birbaumer mit Angaben zu Biografie, wissenschaftlichem Werdegang und Auszeichnungen

