Bioanalytik
Die Bioanalytik behandelt die analytischen Methoden der Biowissenschaften: Biochemie, Molekularbiologie, molekulare Genetik, Zell- und Entwicklungsbiologie und Medizin.Im engeren Sinn untersucht die Bioanalytik biologische Makromoleküle und ihre Veränderung, d.h. Proteine, DNA, RNA, Kohlenhydrate und Lipide. Im weiteren Sinn werden auch niedermolekulare Substrate und Produkte des Metabolismus von biologischen Systemen hinzugezählt.
Als ?Werkzeuge? werden in der Bioanalytik die Geräte benutzt die physio-chemische Größen mit geeigneten Biosensoren in elektrische Signale umsetzen, die dann vom Experimentator qualitativ und quantitativ erfasst und registriert werden können.
Physikalische Trennverfahren, wie sie z.B. für die präparative Aufarbeitung von Bioprodukten vorgestellt wurden, dienen meist zur Isolierung des gesuchten Bioproduktes aus der Masse der Begleitstoffe und mit möglichst geringem Fehler die qualitative und auch die quantitative Bestimmung des Bioproduktes zu ermöglichen. Häufig muss durch eine chemische Modifikation mit oder ohne Biokatalyse das Bioprodukt so verändert werden, dass eine Detektion oder eine Trennung erst möglich wird. In jedem Fall ist die Bioanalytik durch die höhere Komplexizität in den meisten Fällen aufwendiger in Bezug auf die Genauigkeit und die Reproduzierbarkeit als eine klassische physiko-chemische Analytik.
Literatur
*Lottspeich, Friedrich; Engels, Joachim W. (Hrsg.): Bioanalytik. 2. Aufl. 2006. 1.160 Seiten, 170 s/w Abb., 730 farb. Abb., 132 s/w Tab. Spektrum Akademischer Verlag. ISBN 3-8274-1520-9

