Bindungsunfähigkeit
Mit dem Begriff der Bindungsunfähigkeit wird die Unfähigkeit eines Menschen bezeichnet, längere und festere Bindungen zu seinen Mitmenschen einzugehen. Sie ist meist auf Beziehungen zweier Lebensgefährten bezogen.Aber auch die generelle Unfähigkeit engere Beziehungen und somit in Abhängigkeiten zu anderen Menschen zu treten wird unter dem Begriff verstanden. Diese Form der Bindungsunfähigkeit tritt vor allem im Kindesalter auf, wenn Kinder, enttäuscht durch ihre primären Bezugspartner (meist die Eltern), zu denen es eine lebensnotwendige Abhängigkeit gab, nicht mehr in der Lage sind, sich auf neue Bezugspartner (z. B. Pflegeeltern) einzulassen und keinerlei Bindung zu ihnen entwickeln.
Da aber im täglichen Zusammenleben automatisch Abhängigkeiten entstehen, bedeutet dies, dass Betroffene in anderen Situationen versuchen ihre ?Unabhängigkeit? und ?Eigenständigkeit? vgl. Autonomie zu beweisen, was sich mitunter in einer erhöhten Aggressivität und anderem dissozialen Verhalten ausdrückt.

